VonKathrin Hauserschließen
Sie haben turbulente Zeiten hinter sich in der Hohenpeißenberger „Caritas Kindertagesstätte Sankt Anna“. Nun gibt es mit Andrea Weber und Sarah Habersetzer ein neues Leitungsduo. Um die gute Stimmung in der Einrichtung zu fördern, beschreiten sie einen ungewöhnlichen Weg.
Hohenpeißenberg – Zuletzt hatte die „Caritas Kindertagesstätte Sankt Anna“ keinen besonders guten Ruf in Hohenpeißenberg. Es gab häufige Wechsel bei den Kinderpflegerinnen und Erzieherinnen, was sowohl im Team als auch unter den Kindern für Unruhe sorgte.
Häufige Wechsel
Das soll sich nun ändern, wie das neue Leitungsduo Andrea Weber und Sarah Habersetzer bei einem Pressetermin erzählen. „Wir wollen diese Kindertagesstätte zu einem Ort machen, zu dem jeder gerne hinkommt: Kinder, Betreuer und Eltern“, sagt Habersetzer: „Das ist unser Ziel.“ Sie leitet die Einrichtung, in der etwa 75 Buben und Mädchen im Alter zwischen einem und sechs Jahren betreut werden, nun zusammen mit Weber.
Neues Leitungsteam
Sarah Habersetzer arbeitet schon länger in der Kindertagesstätte (Kita) – zuletzt als stellvertretende Leiterin. Andrea Weber war, bevor sie nach Hohenpeißenberg wechselte, stellvertretende Leiterin in einem Kindergarten in Peiting. Sie kannte die Hohenpeißenberger Einrichtung, weil sie in den vergangenen Monaten immer wieder dort ausgeholfen hat.
Nachdem sie von den Nöten erfahren und Sarah Habersetzer kennengelernt habe, habe sie sich entschlossen, den Neustart dort zu unterstützen: „Mit diesem Team, mit den Kindern und den Eltern – da machen wir etwas Gutes draus, habe ich mir gedacht.“ Am Jahresanfang haben Habersetzer und sie nun die Leitung übernommen und bereits jetzt haben die beiden den Eindruck, dass sich die Unruhe ein wenig gelegt hat: „Wir sind schon in ruhigeren Gewässern“, sagt Weber.
„Großartige Schätze“ gefunden
Seit Januar wird das Betreuerinnen-Team auch von zwei neuen Kolleginnen unterstützt, die sich schnell und gut eingewöhnt haben, wie Habersetzer erzählt: „Das sind zwei großartige Schätze, die wir gewinnen konnten.“ Derzeit arbeiten neun Betreuerinnen in der Kita, die drei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe hat. Die Suche nach neuen Mitarbeiterinnen laufe dennoch weiter, sagt Weber: „Wir suchen nach wie vor Personal.“
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Nachdem die vergangenen Jahre von Unruhe geprägt waren, hat das Betreuerinnen-Team, zu dem auch die beiden neuen Leiterinnen gehören, nun ein Coaching begonnen. Das habe die „Caritas“ schon vor geraumer Zeit angeregt, sagt Weber: „Unser Träger hatte schon länger den Wunsch, dass wir das machen.“ Bislang sei aber nichts in dieser Richtung geschehen. Jetzt ist Bewegung in die Sache gekommen: „Wir haben einen guten Coach gefunden, der sehr gut zu unserem Team passt“, sagt Weber. Das Coaching soll über einen längeren Zeitraum laufen. Der Coach werde in regelmäßigen Abständen mit dem Leitungsduo und mit den Betreuerinnen arbeiten und auch bei bestimmten Anliegen und Problemen unterstützen, berichten Weber und Habersetzer. Unterstützung habe es in den schwierigen Zeiten auch immer vom Elternbeirat gegeben. „Es ist ein tolles Hand-in-Hand bei uns“, sagt Weber.
Unterstützung vom Elternbeirat
Als Anerkennung für die gute Arbeit und als Zeichen der Dankbarkeit hat Bürgermeister Thomas Dorsch kürzlich im Namen der Bürgerstiftung eine Spende in Höhe von 1000 Euro übergeben. Auch der „Integrative Kindergarten im Hetten“ der „Kinderhilfe Oberland“ hat diesen Betrag von der Bürgerstiftung gespendet bekommen. Dass nun ein neuer Wind in der Kita „Sankt Anna“ weht, hat sich schon bis ins Rathaus herumgesprochen: „Es gibt nur gute Rückmeldungen“, sagte Dorsch: „Ich bin sehr dankbar, dass Ihr Euch in dieser schwierigen Situation so einsetzt.“
