Wegen Monika Gruber-Demo

Münchner Backstage wirft Hubert Aiwanger raus – „Nicht mit unseren Werten vereinbar“

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Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) auf der Kundgebung in Erding.
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Der Backstage Club in München sagt eine Veranstaltung von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ab. Grund ist sein Auftritt bei der Demo in Erding.

München – Der Club Backstage in München lädt Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger aus. Eigentlich wollte Aiwanger zusammen mit Bildungsminister Michael Piazolo im Club an der Friedenheimer Brücke am 29. Juni um 20 Uhr die Veranstaltung „Heizungsgesetz stoppen“ veranstalten – doch daraus wird nun nichts.

Das Backstage sagt nun die Veranstaltung ab. Grund ist Aiwangers Auftreten bei der von Monika Gruber veranstalteten „Stoppt die Heizungsideologie“-Demo in Erding am 10. Juni.

Aiwanger: „Holen wir uns die Demokratie zurück“

Aiwanger forderte dort von der Bühne aus den Rücktritt der „Berliner Chaoten“. Dann wurde der FW-Chef deutlich: „Jetzt ist der Punkt erreicht, wo endlich die schweigende große Mehrheit dieses Landes sich die Demokratie wieder zurückholen muss und denen in Berlin sagt: Ihr habt’s wohl den Arsch offen da oben“, rief er. CSU und Freie Wähler wiesen daraufhin eine Entlassungsforderung der Opposition zurück.

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„Nicht mit den Werten des Backstage vereinbar“

In einer Pressemitteilung rechtfertigt das Backstage die Entscheidung: „Aufgrund der jüngsten Entwicklungen und Äußerungen rund um die Freien Wähler beziehungsweise deren Vorsitzenden Hubert Aiwanger, sehen wir es jetzt als alternativlos an, die geplante Veranstaltung der Partei nicht auf unserem Gelände stattfinden zu lassen, da diese in keinster Weise mit den Werten des Backstage vereinbar sind.“

Ausschlaggebend war dabei Aiwangers Verhalten in Erding: „Für uns am schwerwiegendsten sind die Äußerungen und Auftritte in Inhalt und Form - allem voran vom Vorsitzenden der Freien Wähler Hubert Aiwanger - in den letzten Wochen und noch schlimmer die aktuellen Vorkommnisse am vergangenen Wochenende in Erding. Für so etwas können wir nicht zur Verfügung stehen und lehnen das strikt ab.“

Backstage: Rote Linie überschritten, Aiwanger reagiert

Das Backstage stehe für bestimmte und klare Haltungen, dazu gehöre auch die Spaltung der Gesellschaft sowie der Verbreitung von Menschenfeindlichkeit entschieden entgegenzuwirken. „Rote Linien sind für uns unter anderem überschritten, wo gehetzt, menschenfeindliche oder minderheiten-diskriminierende Haltungen verbreitet wird oder keine klare Abgrenzung gegen rechtsextreme oder demokratiefeindliche Gruppierungen oder Personen stattfindet.“

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger äußerte sich gegenüber der BILD zu der Ausladung: „Denen ist das Thema und das Drumherum wahrscheinlich zu heiß geworden. Schon krass, dass das Thema, wie man seine Wohnung warm halten darf, zu einem solchen gesellschaftlichen Streit führt.

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