Katharina Müller-Elmau ist neu im Team: Die 53-jährige Schauspielerin spielt in der ARD-Vorabendserie „Hubert ohne Staller“ die neue Polizeichefin Sabine Kaiser.
Wolfratshausen – Im Gespräch mit unserem Mitarbeiter Dominik Stallein berichtet Sie von den Dreharbeiten, ihre Gastspiele im Landkreis und die neue Hackordnung.
Frau Müller-Elmau, in der Serie sind Ihre Polizei-Kollegen sehr skeptisch, als Sie den Dienst antreten. Sind Sie beim Dreh genauso nüchtern empfangen worden?
Nein, ganz im Gegenteil. Ich wurde vom ganzen Team mit offenen Armen empfangen. Ich habe ja schon – damals in einer anderen Rolle – in zwei Folgen von „Hubert und Staller“ mitgespielt, kannte also die Darsteller und das Team bereits. Das war ein wirklich freundliches „Hallo“ von allen Seiten. Für mich hat das frühere Engagement hier den Einstieg natürlich erleichtert. Ich musste nicht nervös sein, weil ich auf einmal mit 30 Fremden zu tun habe. Für mich war das „a gmahde Wiesn“.
Wie kam es zum langfristigen Engagement?
Das müssen Sie die Redaktion fragen. Nach dem Ausstieg von Helmfried von Lüttichau hat man eine neue Lösung gesucht. Die Idee, Reimund Girwidz zu degradieren, fand ich sehr gelungen. Durch die neue Hackordnung entsteht in der Serie eine ganz neue Dynamik.
In der neuen Staffel herrscht anfangs organisatorisches Durcheinander, die eigenwilligen Charaktere tragen ihren Teil dazu bei. Läuft es am „Hubert ohne Staller“-Set auch so chaotisch ab?
Ich glaube, wenn die Darsteller solche Chaoten wären wie die Figuren, die sie verkörpern, hätten wir noch keine einzige Folge im Kasten (lacht). Es stimmt schon, die Rollen haben manche Charakterzüge der Schauspieler übernommen. Aber beim Dreh läuft alles wahnsinnig durchgetaktet ab.
Die Dreharbeiten für die neue Staffel laufen noch. Wie bewerten Sie die Arbeit in Wolfratshausen bislang?
Es macht enormen Spaß. Und durch die neu eingeführten Figuren wurde die alte Struktur ganz schön durcheinandergewirbelt.
Beim Bullen von Tölz haben Sie eine Gastrolle gehabt, nun sind sie Chefin von Hubert und Girwidz Wie kommt es, dass Sie regelmäßig im Landkreis drehen?
Das ist mein Beruf. Ich spiele mal in Berlin, mal in Köln und eben manchmal auch im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Für mich ist das natürlich schön. Ich bin nahe von Garmisch groß geworden, arbeite also quasi in meiner Heimat. Egal, ob wir in der Gemeinde Münsing oder in der Stadt Wolfratshausen drehen, ich kenne die Gegend gut. Die Region ist wunderschön, und es macht richtig Spaß, hier in diesem Team zu arbeiten.
Dominik Stallein
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