Zum Schluss der Bürgerversammlung hat Margit Menrad verkündet, bei den nächsten Kommunalwahlen nicht mehr antreten zu wollen. Über die Beweggründe spricht sie im Interview.
Icking – Seit zwölf Jahren ist Margit Menrad Bürgermeisterin von Icking. In der Bürgerversammlung am Donnerstagabend kündigte sie überraschend an, dass sie bei den Kommunalwahlen 2020 nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren wird. Unsere Mitarbeiterin Yvonne Zuber sprach mit der Rathauschefin (Unabhängige Bürgerliste Icking) über die Gründe für ihren Entschluss und über ihre Zukunftspläne.
-Frau Menrad, warum treten Sie 2020 nicht mehr zur Wahl an?
Ich halte es einfach für den richtigen Weg. Im April habe ich meinen 61. Geburtstag gefeiert. Ich denke, dass die Jüngeren die Zukunft gestalten sollten, und dass das auch gut ist für die Gemeinde.
-Tragen Sie sich schon länger mit dem Gedanken?
Ich bin schon immer eine Verfechterin der Meinung, dass zwei Amtsperioden die richtige Zeitspanne sind. An meinem Geburtstag habe ich mich entschlossen, meine Entscheidung in der Bürgerversammlung öffentlich zu machen.
-Wie schauen Ihre Zukunftspläne aus?
Ich habe keine konkreten Pläne. Langweilig wird mir aber sicher nicht.
-Streben Sie ein anderes weiterführendes politisches Amt an?
(lacht) Nein, ganz sicher nicht.
-Wird die UBI für die Kommunalwahlen 2020 wieder einen Bürgermeisterkandidaten nominieren?
Davon gehe ich aus. In den zwei Jahren kann man in Ruhe überlegen, wer kandidieren will.
-In Icking laufen derzeit mehrere Großprojekte wie Glasfaser Icking, Erweiterung der Krippe, B11-Umgestaltung. Wollen Sie die noch abschließen?
Ich arbeite so weiter wie in den vergangenen zwölf Jahren. Meine Entscheidung, nicht mehr zu kandidieren, hat auf meine Arbeit keinen Einfluss. Ich würde die Projekte gerne abschließen, aber versprechen kann ich das natürlich nicht, weil es nicht allein in meiner Hand liegt.
-Was werden Sie vermissen, wenn Sie nicht mehr Rathauschefin sind?
Ich bin unwahrscheinlich gerne Bürgermeisterin. Es ist eine große und vielseitige Aufgabe, auch wenn sie nicht immer einfach ist. Am meisten werde ich aber meine netten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vermissen, weil wir ein sehr gutes Team sind. yvi
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