VonDieter Dorbyschließen
Der Kampf gegen den Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) geht nun in Miesbach in die entscheidende Phase.
Seit dem gestrigen Montag werden in der Kreisstadt im Hundert-Meter-Kreis um die nachweislich vom ALB befallenen Bäume die vorgeschriebenen Laubgehölzgattungen entnommen. Betroffen sind etwa 4600 Gehölze.
Drei Firmen sind von der Stadt Miesbach für die Maßnahme beauftragt: eine für das Fällen der Bäume, eine für das Häckseln und eine für den Transport. Gestern waren etwa fünf Mitarbeiter von den Firmen vor Ort. Hinzu kamen sechs von der federführenden Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising sowie vier vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Holzkirchen. Fünf externe ALB-Spürhundeführer mit ihren Hunden komplettierten das Aufgebot.
Wie LfL-Sprecherin Elke Zahner-Meike erklärt, dauern die Fällarbeiten je nach Witterung sechs bis acht Wochen. In dieser Zeit sollen vornehmlich jene Gehölze entnommen werden, die im Verdacht stehen, Käferlarven zu beinhalten. Da hierzu immer wieder der Einsatzort gewechselt wird, lässt sich nicht sagen, wie viele Bäume pro Tag gefällt werden. Auch die Gehölzart – Baum oder Strauch – sowie die Gegebenheiten vor Ort (zum Beispiel Hanglage), spielen hier mit hinein. Im Befallsverdacht werden zudem Holzproben entnommen.
Ganz ohne Widerstand seitens der privaten Grundeigentümer werden die Fällanordnungen nicht ausgesprochen. Wie Zahner-Meike berichtet, laufen Widerspruchsverfahren zu den Bescheiden: „Hier finden noch Abstimmungen statt.“
ddy
