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Die Ausstellungen im Kloster Beuerberg haben sich zu einem festen Bestandteil des Eurasburger Kulturlebens etabliert. Bereits am 1. Mai soll es neue Ausstellung geben.
Eurasburg – Seit im Frühjahr 2016 die erste Ausstellung in dem für die Öffentlichkeit bis dahin nicht zugänglichen Klausurkloster eröffnet wurde, galt die dafür erforderliche Nutzungsänderung jeweils nur für ein Jahr. Für jede weitere Ausstellung musste per Bauantrag eine Verlängerung beantragt werden. Damit ist nun Schluss.
Künftig kann im Erdgeschoss des Klosters und im Pavillon im Garten eine Ausstellung dauerhaft betrieben werden. Einem entsprechenden Antrag der Erzdiözese München-Freising stimmte der Eurasburger Gemeinderat ohne Gegenstimme zu. Die Regelung gilt ebenso für den neu eingerichteten Klosterladen in einem Nebengebäude, den Gaststättenbetrieb im Refektorium und der alten Klosterküche sowie die Errichtung von Werbeanlagen. Zusätzlich umfasst die Genehmigung die Umwandlung ehemaliger Klosterzellen im ersten Obergeschoss in zwölf Wohneinheiten, die jeweils aus einem kleinen Zimmer und einem separaten Sanitärbereich bestehen. Außerdem wird außen am Gebäude eine Fluchttreppe angebracht, um den Brandschutz zu verbessern.
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Mit dem Landratsamt in Bad Tölz sei „die Sache bereits mündlich vorbesprochen“ worden, erklärte Bürgermeister Moritz Sappl in der Gemeinderatssitzung. Von der Behörde werde es wohl keine Einwände gegen die Veränderungen geben, ebenso wenig von Seiten des Denkmalschutzes. „Es ist ein Glücksfall für Beuerberg, dass sich das Kloster entwickelt und mit Leben erfüllt wird“, stellte der Rathauschef fest. „Jetzt gehen wir einen Schritt weiter.“
Die nächste Ausstellung ist bereits in Vorbereitung und soll am 1. Mai eröffnen. Mit dem Titel „Heimat“ liegt die Schau thematisch voll im Trend der Zeit, führt aber auch die Linie der Ausstellungsmacher fort. Nachdem die ersten zwei Ausstellungen dem Leben der Salesianerinnen im Kloster Beuerberg, ihrer Geschichte und dem Leben in der Klausur gewidmet waren, wurde das Konzept zuletzt auf Themen erweitert, die im Kern mit dem Klosterleben verbunden sind, „sich aber auch über die Klostermauern hinweg dehnen und einen Bezug zu unserer Gegenwart haben“. „Das Spiel beginnt!“ war der Anfang. Nun soll das Thema Heimat diese Herangehensweise fortsetzen.
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Die Ausstellung, die dieses Mal vom Diözesanmuseum Freising in Kooperation mit dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege entwickelt wird, will sich in bewährter Form mit Fragen wie „Was ist Heimat eigentlich und was bedeutet sie?“ oder „Wie prägt sie ihre Menschen und wie wird sie von ihren Bewohnern geformt?“ auseinandersetzen. Auf die Antworten darf man schon jetzt gespannt sein.
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