Übernachtungszahlen steigen auf mehr als 40 000

„Hubert ohne Staller“ lockt Touristen aus ganz Deutschland nach Wolfratshausen

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Ein Besuchermagnet: Weil weite Teile der ARD-Krimiserie „Hubert ohne Staller“ mit Christian Tramitz (re.) in Wolfratshausen gedreht werden, zieht es viele Fans als Touristen in die Loisachstadt.

Der Tourismus in Wolfratshausen boomt - auch dank der ARD Krimiserie „Hubert ohne Staller“. Das berichtete kürzlich Tourismusbeauftragte Gisela Gleißl im Kulturausschuss.

Wolfratshausen – Über 40 000 Übernachtungen verzeichneten die Wolfratshauser Beherbergungsbetriebe im vergangenen Jahr. „Die 204 Gästebetten, die wir in der Stadt haben, sind sehr gut ausgelastet“, berichtet die Tourismusbeauftragte der Stadt, Gisela Gleißl. Im Ausschuss für Kultur, Jugend, Sport und Soziales lieferte die Rathausmitarbeiterin jetzt einen Überblick über die Gästeströme in der Loisachstadt.

Um die Vorzüge der Kommune anzupreisen, hat die Stabsstelle Stadtmanagement, in die das Tourismusamt integriert ist, knapp 20 Publikationen veröffentlicht. Das Themenspektrum reicht von der Flößerei über die TV-Serie „Hubert und/ohne Staller“ bis zu Wandertouren. Die Hefte sind in deutscher und englischer Sprache erhältlich.

Vor allem die Angebote rund um die Fernseh-Cops Hubert (Christian Tramitz) und Ex-Partner Staller „gehen durch die Decke“, berichtete Gleißl. Der vor einigen Monaten eröffnete Bankerl-Weg, der an einigen Filmkulissen Station macht, werde „richtig gut angenommen“. Eine Auswertung habe gezeigt: „Wir haben Besucher aus ganz Deutschland für die Touren.“ Eine enge Verzahnung der Angebote mit der Werbeplattform Tölzer Land Tourismus soll die Besucherzahlen künftig noch steigern. Denn die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit macht sich bezahlt: 25 890 Übernachtungen verzeichneten die Wolfratshauser Hotelbetriebe und Anbieter von Ferienwohnungen im Jahr 2009. Zehn Jahre später ist diese Zahl auf 41 127 gestiegen. „Das ist eine gute Entwicklung“, meinte Gleißl.

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Für das laufende Jahr liegen noch keine Zahlen vor – „aber wir erkennen während der Corona-Pandemie den Trend, dass viele Menschen in Deutschland Urlaub machen oder Tagesausflüge ins Umland unternehmen“. Die monatelangen Schließungen während des Lockdowns hätten in der gesamten Region des Tölzer Lands allerdings für einen erheblichen Umsatzausfall gesorgt: 33 Millionen Euro fehlten der hiesigen Tourismuswirtschaft in den Monaten März und April (wir berichteten).

Gisela Gleißl, Tourismusbeauftragte der Stadt

Umso wichtiger sei es, die Angebote großflächig zu bewerben und auf die Vielfalt der touristischen Attraktionen an der Loisach aufmerksam zu machen. Die würden nämlich bei den Besuchern sehr gut ankommen: „Wir kriegen sehr positive Rückmeldungen, und die Menschen nehmen die verschiedenen Angebote sehr gerne wahr“, so Gleißl. Gerade mit Blick auf den Inlandstourismus sowie Städtereisen sei die Werbung der Kommune „auf einem sehr guten Weg“.

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Viel erhofft sich die Stabsstelle von der Eröffnung der neuen Tourist-Information am Untermarkt 10. Das städtische Gebäude wird derzeit saniert. Geplant ist laut Gleißl, die neue Anlaufstelle für Tagestouristen und Übernachtungsgäste im Jahr 2022 zu eröffnen. „Das ist eine riesige Chance, unsere Kommunikation noch einmal zu verbessern und noch mehr und bessere Angebote zu schaffen.“ Hoffnungen setzt Gleißl auch in den Internationalen Flößertag: Die Kommune hat sich beworben, das Treffen im Jahr 2023 auszurichten. Eine Entscheidung steht noch aus. Dominik Stallein

Bürgermeister Klaus Heilinglechner betonte in der Sitzung, dass „der Tourismus für Wolfratshausen sehr wichtig ist“. Hier schlummere „eine unwahrscheinliche Wirtschaftskraft, die wir nicht liegen lassen können“. Dominik Stallein

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