Projekt

In Benediktbeuern auf den Spuren des heiligen Benedikt wandeln

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Einsiedler, Abt und Ordensgründer: Der hl. Benedikt von Nursia lebte zwischen 480 und 547.
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Die Realisierung des „Benediktusweg“ am Kloster Benediktbeuern ist in greifbare Nähe gerückt. Wenn der Förderbescheid da ist, soll es an die Umsetzung gehen.

Benediktbeuern Seit 2018 arbeiten Sabine Rauscher (Leiterin der Gäste-Info), Christian Höck (Mesner und im Vorstand der Dorferneuerung) sowie Pater Claudius Amann vom Kloster Benediktbeuern an dem Projekt „Benediktusweg“. Im Kern geht es darum, die Spiritualität des heiligen Benedikt in Benediktbeuern greifbar zu machen. Die Besucher sollen die Regeln des hl. Benedikt von Nursia, geboren um 480, in die Gegenwart übertragen können. Eingebunden in das Projekt wird Buchautorin Petra Altmann, die zahlreiche Bücher über den Heiligen und dessen Aussagekraft für die heutige Zeit geschrieben hat.

Der „Benediktusweg“ soll auf bestehenden Wegen westlich des Klosters verlaufen und mit Geld aus der Dorferneuerung gefördert werden. „Die Planung ist sehr schön“, sagt Peter Oster, Leiter des Benediktbeurer Dorferneuerungsprogramms vom Amt für Ländliche Entwicklung. Oster rechnet mit Gesamtkosten in Höhe von 33 350 Euro. 61 Prozent davon gehen über die Behörde. Dafür gab es nun in der jüngsten Sitzung Ende Mai grünes Licht. 39 Prozent der Kosten entfallen auf die Gemeinde.

Stelen für Benediktusweg wurden in der Klostersäge geschnitten

„Wir warten jetzt auf den Förderbescheid, und dann kann es losgehen“, freut sich Rauscher. Geplant sind zwölf Stelen, auf denen kurze Texte montiert werden, die man mit Hilfe eines QR-Codes dann vertiefend im Internet lesen kann. Die Texte stammen von Petra Altmann. Die Stelen wurden in der Klostersäge schon geschnitten, berichtet Rauscher. Ein Grafikbüro wird sich dann um die Gestaltung der Täfelchen auf den Stelen kümmern.

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Sie werden verschiedene Schwerpunkte haben. Angedacht ist zum Beispiel, dass man sich an der Jugendherberge mit dem Thema „Generationen“ auseinandersetzen kann, am Biotop über die „Achtsamkeit gegenüber der Schöpfung“ nachdenkt und am Obstgarten des Klosters die Gedanken des hl. Benedikt über „Speis und Trank“ lesen kann. 

Benediktusweg: An einer Bank über das Thema Demut nachdenken

An einer Bank mit Bergblick im Moos sollte die Stele auf „Demut“ hinweisen, am interkulturellen Gemeinschaftsgarten könnte das Thema Offenheit gegenüber Fremden zum Ausdruck kommen. Damit sollen Menschen angesprochen werden, die sich am Kloster aufhalten und sich für spirituelle Themen interessieren: Einheimische und Gäste, Wanderer, Pilger, Tagungsteilnehmer und Gruppen, die im Kloster zu Gast sind. Die Gäste-Info will ein Begleitheft anbieten und in ihren Broschüren beziehungsweise Online-Plattformen dafür werben, sagt Rauscher. Außerdem könne man das Thema „Benediktusweg“ in das Programm des Zentrums für Umwelt und Kultur aufnehmen.

Wann der Weg eingeweiht wird, sei derzeit noch schwer abzuschätzen, sagt Rauscher. „Wir müssen schauen, wie wir in der Corona-Zeit die Arbeiten in Angriff nehmen können“, sagt die Leiterin der Gäste-Info.

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