Der Stadtrat begrüßt die Pläne

In Germerings neue Harfe soll ein Hotel einziehen

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Eine erste Skizze der geplanten neuen Harfe zeigt deutlich die Dreiteilung des Gebäudes. Im mittleren Komplex soll ein Hotel einziehen.
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Der Stadtrat hat dem Abriss und Neubau der Germeringer Harfe den Weg bereitet. Einstimmig wurde die Neuaufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen. Begrüßt wurde vor allem, dass in der neuen Harfe ein Hotel verwirklicht werden soll.

Germering – Die Investoren des Münchner Projektentwicklers Rock Capital und das Architekturbüro Auer & Weber haben vor kurzem im Planungs- und Bauausschuss erstmals ihre Vorstellungen für die neue Harfe präsentiert. Im Stadtrat wiederholten sie das jetzt und stießen wiederum überwiegend auf Zustimmung. Demnach soll die in den 1990er-Jahren errichtete Harfe abgerissen werden, weil sie nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht, so Projektentwickler Stephan Rothenburg.

Der Neubau werde auf dem selben Grundriss entstehen wie die aktuelle Harfe, erklärte Architekt Stephan Suxdorf. Allerdings wird das wie bisher in einer dreiteiligen Kamm-Form geplante Gebäude. höher werden. Der höchste Teil am Kreisverkehr vor der Bahnunterführung wird 28 Meter in den Himmel ragen. In diesem Bereich ist Büronutzung vorgesehen. Im östlichen Teil neben dem Kindergarten sollen Wohnungen entstehen. In den Mittelkomplex soll ein Hotel mit rund 120 Zimmern einziehen. Erste positive Gespräche mit einem Betreiber sind laut Christian Lealahabumrung von Rock Capital schon geführt worden.

Sollte dies Realität werden, würde der Investor dem Stadtrat und der Bevölkerung ein heißes Thema nehmen, prophezeite Hadi Roidl (Grüne). Dann wäre nämlich der umstrittene Hotelbau auf dem Marktplatz vor der Stadtbibliothek nicht mehr notwendig.

Helmut Ankenbrand (SPD) wollte vom Investor wissen, ob er eine Garantie geben könne, dass das Hotel auch tatsächlich realisiert wird. Er wolle nämlich verhindern, dass bei der Umsetzung der Pläne statt eines Hotels Wohnungen geplant werden. Garantieren könne er das nicht, erklärte Lealahabumrung. Es hänge immer von der Marktsituation ab, ob sich ein Hotel rechne. Sollte in 100 Metern Entfernung ein weiterer Beherbergungsbetrieb entstehen, würde man für die Harfe wohl keinen Betreiber mehr finden.

Für die jetzigen Ladenmieter, die am Standort bleiben wollen, kann sich Lealahabumrung eine Übergangslösung vorstellen. Man werde möglicherweise auf dem jetzigen Parkplatz neben dem Edeka-Center, der auch im Besitz von Rock Capital ist, in einem ersten Bauabschnitt ein Bürogebäude errichten. Hier könnten die bisherigen Mieter zumindest vorübergehen einziehen. Eine gemeinsame Planung mit Edeka, das sein Center wie berichtet ebenfalls abreißen und neu bauen möchte, scheint dagegen unwahrscheinlich. Das Unternehmen hat bisher auf Anfragen der Stadt und von Rock Capital nicht reagiert. Man hoffe aber immer noch auf eine positive Reaktion, erklärte Lealahabumrung.

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