VonSascha Karowskischließen
Die Arbeiten an der Ludwigsbrücke stehen vor dem Abschluss. Die Stadt hat nun begonnen, die Hilfs-Brücken abzubauen. Dafür sind erneut Sperrungen notwendig.
München - Dieser Kran bringt uns voran! Die Stadt hat damit begonnen, die Behelfsbrücken an der Ludwigsbrücke abzubauen. Dafür sind am Donnerstag in den Morgenstunden große Maschinen angerückt. Und auch wenn dafür Sperrungen notwendig sind – im Grunde sind es gute Nachrichten. Die Dauerbaustelle zur Sanierung der Isar-Überquerung liegt in den letzten Zügen. Hier entschwebt ein Verkehrsproblem!
Ludwigsbrücke in München: Stadtrat hatte 2019 für die Sanierung gestimmt, aber die Arbeiten verzögerten sich
Die Notwendigkeit der Sanierung der Ludwigsbrücke war nie bestritten worden, das Bauwerk ist in die Jahre gekommen. Bereits 2019 fasste der Stadtrat den Beschluss für eine Generalinstandsetzung. Danach wird nur och eine Fahrspur pro Richtung für Autos und Lastwagen zur Verfügung stehen, der zusätzliche Platz kommt Fußgängern und Radlern zu Gute.
Die Sanierung war für den Zeitraum zwischen 2020 und 2022 angekündigt. Der Fußgänger- und Radverkehr wird seitdem auf den Behelfsbrücken geführt. Für den Autoverkehr steht eine Fahrspur je Richtung zur Verfügung. Die Tramlinie 17 zwischen Isartor und Gasteig ist eingestellt.
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Ludwigsbrücke in München: Tramlinie 17 zwischen Isartor und Gasteig hätte bereits 2022 wieder fahren sollen
Ursprünglich hieß es, die Züge der Linie 17 könnten bereits im Sommer 2022 wieder fahren, da die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) die Gleise parallel zu den Arbeiten des Baureferates hätte verlegen sollen. Doch wie so viele Projekte hatte sich auch dieses verzögert – wegen der Pandemie war die Bauvorbereitung erst Ende 2020 abgeschlossen worden. Die Arbeiten begannen erst 2021. Parallel legten die Stadtwerke München (SWM) Sparten um und erneuerten Leitungen für Strom, Fernwärme, Gas und Wasser.
Die Corona-Pandemie sorgte allerdings weiterhin für Schwierigkeiten, es kam zu weltweiten Lieferengpässen. Diese wurde durch die Ukrainekrise noch verschärft. Folge: Die Verkehrsgesellschaft hatte erste im Herbst 2022 mit den Arbeiten an den Gleisen loslegen können, nicht wie geplant im Juli 2021. Die neuen Rasengleise liegen seit Mai 2023. Es folgte die Rückverlegung der Leitungen.
Seit 20. November läuft nun der Abbau der Behelfsbrücken. Die sechs Einzelteile aus massivem Stahl werden durch einen Spezialkran auf Schwerlasttransporte verladen. Das dauert noch bis 27. November. Die Brücke ist so lange für alle Verkehrsteilnehmer gesperrt. Bis Ende Dezember will die Stadt die Straßenbeleuchtung fertigstellen, bis Anfang 2025 sollen die neuen Ampeln angeschlossen sein. Außerdem wird das Baureferat die Fassade reinigen und die Brückenfüße instand setzen.
Rubriklistenbild: © Yannick Thedens


