Pleite von Sportgeschäft

Nach Insolvenz von SportScheck: Das passiert mit den Filialen in München

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Die Insolvenz der Signa-Holding zieht immer größere Kreise. Nun ist auch der Händler SportScheck betroffen. Was das für die Filialen in München bedeutet? Die Geschäftsführung hat sich dazu geäußert.

München – Die Pleite des österreichischen Immobilien- und Handelsunternehmen Signa Holding zieht immer größere Kreise. Mit betroffen von der Insolvenzwelle ist nun auch der Sporthändler SportScheck. Das Unternehmen hat nach eigener Aussage am Freitag, 1. Dezember, einen Antrag auf Insolvenzeröffnung beim Amtsgericht München gestellt. „Dieser Schritt ist erforderlich, da die Signa Holding ihrer vertraglichen Zahlungszusage durch den gestellten Insolvenzantrag nicht nachkommen kann und wird“, heißt es in einer Pressemitteilung des Sporthändlers vom Freitag.

SportScheck meldet Insolvenz an – Geschäftsführung: „Wir sehen den Schritt als Chance“

Durch diese Situation sei nun auch SportScheck in die Zahlungsunfähigkeit gerutscht. Das Unternehmen gehört seit 2020 zur Signa Holding. Wie es für den Sportartikelladen nun weitergeht? „Ziel des Insolvenzverfahrens ist die Sanierung und Stärkung der Marktpositionierung von SportScheck als führender Premium Sporthändler in der Dach-Region“, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Man werde versuchen einen neuen Eigentümer zu finden. Die Frasers Group habe bereits Übernahmepläne. Auch andere Investoren seien interessiert, bestätigt SportScheck.

In der Fassade einer Sport Scheck-Filiale in der Münchener Fußgängerzone spiegelt sich ein Haus.

Die Hoffnung ist da, mit einem neuen Investoren „einen starken Partner zu finden, der dem Unternehmen langfristig Stabilität zusichert“. Auch der Geschäftsführer von SportScheck äußert sich gegenüber der Belegschaft optimistisch: „So bitter wie sich dieser Schritt anfühlt, sehen wir ihn auch als Chance, das Unternehmen nachhaltig zu stärken.“

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Insolvenz von SportScheck: Was passiert mit den Filialen in München?

Doch was bedeutet der Insolvenzantrag nun für die Filialen in München? Werden die Standorte schließen? Diese Befürchtung kann die Geschäftsführung ihren Kunden und Mitarbeitern erstmal nehmen: „Alle Filialen und der Online-Shop in der Dach-Region bleiben unter Normalbedingungen geöffnet, der Service für Kunden bleibt in der gewohnten Qualität bestehen.“

Wie lange der Sanierungsprozess und die Suche nach einem neuen Investor dauern wird, ist ebenfalls bekannt. Spätestens zum Ende des ersten Quartals im kommenden Jahr, sprich Ende März 2024, soll es zu einem Abschluss kommen.

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Rubriklistenbild: © Lino Mirgeler/dpa

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