VonWolfgang Schnetzschließen
Am Donnerstagvormittag wurde die Moosach an der Oberen Hauptstraße in Freising aufgemacht. Die schweren Betondeckel mussten mit dem Bagger abgehoben werden.
Freising – Jetzt beginnen sukzessive die Arbeiten für die Sicherung der Baustelle, die zum Neubau des Moosachgerinnes erforderlich sind. Insgesamt wird es sechs Bauabschnitte – und damit auch sechs Baugruben – über eine Gesamtlänge von etwa 25 bis 50 Metern geben.
Der jeweilige Moosach-Abschnitt, in dem gearbeitet wird, muss trockengelegt werden. Dazu wird die entsprechende Baugrube abgeschottet. Das erste Schott ist mit zwei Rohren verbunden, durch die das Moosachwasser zu einem zweiten, einem Auslass-Schott geführt wird und ins dahinterliegende Moosachbett zurückfließt.
Pumpen schützen Innenstadt während der Moosach-Freilegung vor Hochwasser
Um im Falle eines Hochwassers während der Bauzeit gerüstet zu sein, gibt es zudem Pumpen, die in Höhe Karlwirtskreuzung an der Moosach installiert werden. Sie springen bei hoher Wasserführung an und leiten das Moosachwasser durch eine eigens dafür installierte Rohrstrecke entlang der Oberen Hauptstraße um die trockengelegten Baugruben herum in die noch wasserführenden Abschnitte. Innenstadtkoordinator Michael Schulze erklärt: „Damit werden die Rohrleitungen in der Baustelle entlastet.“
Und: Um die Baugruben vor dem Eindringen des Grundwassers zu schützen, werden ab Dienstag, 23. Juni, mit schwerem Gerät lautstark Spundwände in den Boden gerammt. Danach werden die sanierungsbedürftigen Ufermauern durch neue Einfassungen ersetzt, die auf Bohrpfählen gründen. Der Bereich zwischen Sack- und Hirtlederergasse wird übrigens wieder geschlossen: Die offene Moosach führt erst ab der Hirtledergasse in Richtung Bahnhofstraße.
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