Am kommenden Sonntag

Isarwinkler Kompanien rücken aus: So läuft die Schützenwallfahrt zum Reutberg ab

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Der Aufbau des Festzelts ist fast abgeschlossen. Am Freitag ist bereits der Bieranstich zu den Reutberger Festtagen. Höhepunkt ist die Schützenwallfahrt am Sonntag.
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Die sieben Isarwinkler Gebirgsschützenkompanien besinnen sich auf ihre christliche Tradition. Am Sonntag, 19. August, vereinen sie sich bei einer großen Wallfahrt zum Kloster Reutberg.

Sachsenkam – Die Vorbereitungen für die Isarwinkler Schützenwallfahrt laufen auf Hochtouren. Das Podest für den Feldaltar ist beim Kalvarienberg am Klosterhügel aufgebaut. Das Festzelt auf der großen Wiese unweit der Brauerei steht. Hier werden die Wallfahrer nach dem Gottesdienst einkehren.

„Das wird eine sehr schöne Sache“, sagt Josef „Beppo“ Schlickenrieder von der Gebirgsschützenkompanie Reichersbeuern. Er ist als Isargau-Schützenhauptmann federführend bei der Organisation der Wallfahrt mit den Kompanien Bad Tölz, Ellbach, Gaißach, Jachenau, Lenggries, Reichersbeuern und Wackersberg.

Der in unregelmäßigen Abständen durchgeführte Bittgang hat eine lange Tradition, die der frühere Gauhauptmann Benedikt Demmel aus Lenggries ins Leben gerufen hat. „Die Lenggrieser Kompanie führt deshalb den Wallfahrtszug an“, sagt Ehrengauhauptmann Thomas Simon aus Wackersberg. Auch er ist in die Vorbereitung eingebunden. Gestern hat er eine Figur der Schmerzhaften Muttergottes aus seiner Pfarrei nach Reutberg gebracht. Die Marienstatue wird bei der Wallfahrt vorangetragen. Sie beginnt in Sachsenkam. Von dort marschieren die Kompanien über den Weiherweg nach Reutberg.

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Der Anstoß zu der Schützenwallfahrt nach Reutberg kam von Klaus Kirschenhofer, der Anfang Juli im Alter von erst 52 Jahren gestorben ist. Der Lenggrieser machte sich als Mitglied im Verein der Freunde des Klosters Reutberg für den Bittgang der Gebirgsschützen stark, um so das 400-jährige Bestehen des Klosters ins Bewusstsein zu rücken. „Die Wallfahrt soll deshalb auch ein Gedenken an Klaus Kirschenhofer sein“, sagt Fördervereins-Vorsitzender Gerald Ohlbaum. Ein weiterer Festgottesdienst zum Kloster-Jubiläum sei noch im Herbst geplant.

Im Mittelpunkt der Wallfahrt steht ein feierlicher Gottesdienst, der am Kalvarienberg neben dem Kloster stattfindet. Zelebrant ist Pater Stefan Havlitt vom Deutschen Orden in Weyarn. Nach der Messe und dem Abmarsch wird noch ein renoviertes Feldkreuz in der Nähe des Festplatzes eingeweiht.

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Im dortigen Bierzelt sorgt die Wirte-Familie Werner aus Kolbermoor zusammen mit der Klosterbrauerei Reutberg für das leibliche Wohl der Wallfahrer. „Es ist ein Kraftakt, nach dem Josefifest im März jetzt in der Hochsaison ein weiteres Bierzelt zu organisieren“, sagt August Maerz. Der Vorstandsvorsitzende der Genossenschaftsbrauerei hatte schon im Januar die entsprechenden Verträge abgeschlossen. „Wir können kein Bierzelt nur für den einen Tag der Schützenwalfahrt aufstellen“, sagt Maerz. Das wäre nicht wirtschaftlich. Deshalb habe die Brauerei ein viertägiges Rahmenprogramm zusammengestellt. Zum Ausschank kommt der eigens eingebraute Reutberger Jubiläumssud.

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