Bürgermeisterkandidatin Irmgard Hibler führt die Freien Wähler in die Isener Kommunalwahl 2020. Die Ambitionen sind ehrgeizig.
Isen – Großes Interesse bestand an der Aufstellungsversammlung der Freien Wähler am Dienstagabend. Vor über 90 Unterstützern und gut 40 Gästen legte Bürgermeisterkandidatin Irmgard Hibler, die auf Platz 1 der Gemeinderatsliste steht, ihre politischen Ziele dar. Priorität besitzt bei allen Kandidaten, die Freien Wähler erneut zur stärksten Kraft im Rathaus zu machen – derzeit stellen sie Bürgermeister und sieben Gemeinderäte.
Die Liste machte deutlich, dass bei den Freien Wählern Isen ein Generationswechsel stattgefunden hat. Auf der Gemeinderatsliste sind die Unter-50-Jährigen, zu denen auch Bürgermeisterkandidatin Irmgard Hibler (46) gehört, deutlich in der Mehrzahl. Stark machen möchte sie sich unter anderem für die Sicherung der ärztlichen Versorgung, die Schaffung von Baugrund für Einheimische und Zuzügler, betreutes Wohnen und für mehr Arbeitsplätze am Ort.
Hiblers besonderes Interesse gilt den Vereinen, die einen „unverzichtbaren Beitrag“ für die Gemeinschaft leisten. „Unser Gemeindebereich soll weiterhin ein lebens- und liebenswerter Ort mit dörflichem und ländlichem Wohlfühlcharakter sein und bleiben“, sagte sie. Auch Menschen, denen es finanziell nicht so gut gehe, und Menschen mit Behinderung sollten sich hier wohlfühlen können. Sie wolle eine Bürgermeisterin sein, die sich realitätsbezogen und bodenständig, mit gesundem Menschenverstand, gutem Gespür und einem Maß an Bescheidenheit für Isen einsetze, stellte sie heraus.
In der Gemeinderatsliste, der 88 der 93 wahlberechtigten Besucher zustimmten, sah Hibler „eine starke, hoch motivierte Mannschaft“. Auch Vize-Bürgermeisterin Eva Pfennig, die die Wahl leitete, hatte den Versammlungsteilnehmern die strategisch ausgetüftelte Liste ans Herz gelegt. Auf die Plätze 2 bis 5 wurden derzeitige Gemeinderäte und, wie der scheidende Bürgermeister Siegfried Fischer sagte, „alte Hasen“ gesetzt.
Neu ist Florian Lechner auf Listenplatz 6. Der 36-Jährige, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt, will die Erfahrungen, die aus seiner körperlichen Beeinträchtigung resultieren, in den Gemeinderat einbringen. „Ich sehe viele Dinge das Alltags aus einem anderen Blickwinkel“, sagte er. Integration und Inklusion körperlich und geistig beeinträchtigter Bürger möchte der erst 22-jährige Raphael Schrimpf (Platz 16) vertreten. Er absolviert eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger. Auffallend viele Kandidaten engagieren sich ehrenamtlich in BRK und Feuerwehr. Neben Raphael Schrimpf sind das Daniela Kowalski (7), Martin Kowalski (11), Peter Cronauer (15) und Florian Schweiger (19). Das Berufsspektrum reicht vom Auszubildenden über IT-Fachleute und Bankkaufleute bis zu Ruheständlern. Mit Markus Lohmaier (3) ist auch die Landwirtschaft vertreten.
Ortsverschönerungsvorsitzende Petra Forstmaier, die das Schlusslicht bildet, vertritt den Naturschutz und will die „grüne Seele Isens erhalten“. Alle Kandidaten wollen neben ihren individuellen Schwerpunkten dafür sorgen, dass die erfolgreiche Politik des Gemeinderats fortgesetzt wird. Für Fischer sind die Kandidaten weniger eine Liste als „Menschen, die sich frische Ideen einbringen und sich engagieren wollen“.
Die Kandidaten:
1. Irmgard Hibler 2. Michael Betz 3. Markus Lohmaier 4. Hans schrimpf, 5. Angelika Mergenthaler 6. Florian Lechner 7. Daniela Kowalski 8. Wolfgang Betz 9. Renate Berg 10. Franz Gaigl 11. Martin Kowalski 12. Hans Pfeilstifter 13. Christine Wimmer 14. Philipp Holze 15. Peter Cronauer 16. Raphael Schrimpf 17. Monika Staudinger 18. Markus Raich 19. Florian Schweiger 20. Petra Forstmaier, Ersatz Christopher Frick