VonVeronika Ahn-Tauchnitzschließen
Am unteren Grasberg musste ein Flächenbrand aus der Luft bekämpft werden.
Update 18.42 Uhr: Nach elf Wasserabwürfen über der Einsatzstelle ist der Flächenbrand laut Feuerwehrsprecher Stefan Kießkalt gelöscht. Das Wasser nahm der Helikopter immer wieder aus einem eigens aufgebauten Becken auf.
Ursprüngliche Meldung von 17 Uhr:
Jachenau/Lenggries - Kleine Ursache, aufwändiger Löscheinsatz: Vermutlich nach einem Blitzeinschlag hat sich laut Feuerwehr-Sprecher Stefan Kießkalt am unteren Grasberg bei Vorderriß ein Brand entwickelt. „Es handelt sich um eine relativ kleine Fläche von zehn bis 15 Quadratmetern“, sagt er auf Anfrage.
Die Löscharbeiten gestalten sich allerdings schwierig, weil das Gelände, auf dem sich das Feuer ausgebreitet hat, sehr isoliert und von Fels umstanden sei. „Der Bereich ist völlig unzugänglich“, sagt Kießkalt.
Brand nach Blitzeinschlag: Gelöscht werden kann nur aus der Luft
Daher forderte die Feuerwehr Unterstützung aus der Luft an. Wegen des gewittrigen Wetters konnte der Helikopter erst mit einiger Verzögerung starten. Nun sei aber alles vorbereitet für den Löschangriff aus der Luft, so der Feuerwehr-Sprecher.
Gelöscht werden muss der Brand dringend, sonst sei zu befürchten, dass sich das Feuer bei aufkommendem Wind weiter ausbreitet. „Und unterhalb der Fläche steht Wald“, sagt Kießkalt.
Vor Ort sind die Feuerwehren aus dem Isarwinkel und die Bergwacht. Auch die Flughelfer sind im Einsatz.
Wie schnell sich ein kleines Feuer ausbreiten kann, hat sich in der Neujahrsnacht 2017 gezeigt. Damals hatten Wanderer auf dem Graseck/Jochberg ein Lagerfeuer entfacht. Auf dem strohtrockenen Untergrund und bei Wind war es schnell außer Kontrolle geraten. Der Löscheinsatz mit mehreren Hubschraubern dauerte fast drei Tage. Damals hatte der Landrat den Katastrophenfall ausgerufen - genauso wie fünf Jahre zuvor beim Brand am Falkenberg.
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