Haushalt beschlossen

Jachenau tritt heuer finanziell kräftig auf die Bremse

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Die Ablöse eines ausgelagerten Kredits von 196 000 Euro bei der „Bayerngrund“ für den Grunderwerb beim Radwegbau ist die größte Ausgabe.
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Die Gemeinde Jachenau tritt in finanzieller Hinsicht heuer kräftig auf die Bremse.

Jachenau –  Das spiegelt sich im Haushalt wieder, den der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig verabschiedet hat. Darin ist nur ein Minimum an Investitionen vorgesehen.

Katharina Mair, die kommissarisch als Kämmerin der Gemeinde tätig ist, stellte das Zahlenwerk im Gremium vor. Bürgermeister Georg Riesch lobte ihre Arbeit: „Sie hat das sauber aufgeschlüsselt – aber die Zahlen kann sie leider auch nicht schöner machen.“ Der scheidende Rathauschef bezog sich darauf, dass die Gemeinde nach dem Kauf mehrerer Grundstücke einen hohen Schuldenstand hat. Der stiegt laut Haushalt bis Jahresende um 160 000 Euro auf etwa 1,6 Millionen Euro. „Aber die Liegenschaften stellen einen greifbaren Gegenwert dar“, erklärte Riesch. Und Katharina Mair erläuterte, dass in der mittelfristigen Finanzplanung für die Jahre 2021 bis 23 keine weitere Kreditaufnahme vorgesehen sei.

Ablöse des Kredits für den Radwegbau ist größte Ausgabe

Fakt bleibt aber, dass der finanzielle Spielraum der Gemeinde stark eingeschränkt ist. „Es lässt sich nur das Wichtigste umsetzen“, stellte Mair klar. „Aber in den vergangenen Jahren ist schon viel passiert, sodass auch nicht so viel ansteht.“ Der Bau einer Lagerhalle am Wertstoffhof für 77 500 Euro ist die größte Investition. Die Ablöse eines ausgelagerten Kredits von 196 000 Euro bei der „Bayerngrund“ für den Grunderwerb beim Radwegbau ist die größte Ausgabe.

2018 musste die Gemeinde eine große Steuerrückzahlung leisten. Dafür gibt es heuer einen gewissen Ausgleich. Weil die Umlagekraft der Jachenau gesunken ist, muss sie dieses Jahr 127 000 Euro weniger Kreisumlage bezahlen und bekommt 166 000 Euro mehr an Schlüsselzuweisungen vom Staat. 

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