VonAndreas Beschornerschließen
Die Stadt Freising treibt den sozialen Wohnungsbau voran. Drei neue Häuser sollen errichtet werden. Doch das ist noch nicht alles.
Freising – Die Stadt Freising engagiert sich weiter im Wohnungsbau: Wie der Planungsausschuss jetzt beschlossen hat, soll das Wohngebiet an der Oberen Pfalzgrafstraße/Am Angerbach/Am Stengerbach saniert und durch Neubauten auf Vordermann gebracht werden. Eine Machbarkeitsstudie wurde vorgelegt, außerdem will man als Modellvorhaben anerkannt und in das Programm „Klimaanpassung im Wohnungsbau“ des Freistaats Bayern aufgenommen werden.
Fünf Wohngebäude – jeweils drei- bis viergeschoßig – gehören in diesem Bereich der Stadt, 68 sozial geförderte, meist sehr kleine Wohnungen sind derzeit dort vorhanden. Doch der marode Zustand der Häuser lässt nur noch eine teilweise Bewohnbarkeit zu. Deshalb soll, so wurde vom Büro Ebe/Ausfelder/Partner empfohlen, der Bestand umgebaut und vor allem saniert werden. Sogar an eine Aufstockung der Gebäude wird gedacht.
Stadt hofft auf Förderung für Neubau
Doch damit nicht genug: Drei weitere, bisher unbebaute Grundstücke in diesem Areal befinden sich ebenfalls im Besitz der Stadt, sollen nun mit drei weiteren Gebäuden für sozial geförderte Wohnungen bebaut werden. Angestrebt wird dabei die Errichtung von größeren Wohnungen, sodass sich am Ende ein guter Mix an Wohnungsgrößen für Singles und Familien ergibt. Rund 100 Wohnungen sollen es am Ende sein.
Wichtig auch – und deshalb macht man sich Hoffnung, als Modellvorhaben anerkannt zu werden: Die zeitgemäße und qualitätsvolle Wohnbebauung soll einen durchgehenden Grünzug entlang des Angerbachs aufweisen, der einen begleitenden Fuß- und Radweg erhalten soll. So will man eine Modellsiedlung für stadtnahes, familienfreundliches, nachhaltiges und ökologisches Leben und Bauen entwickeln. Der wertvolle Baumbestand soll geschützt werden, attraktive und gut nutzbare Grünflächen sollen entstehen.
Sozialer Wohnungsbau: Es soll zügig gehen
Und noch etwas ist den Stadträten wichtig: Die Realisierung soll möglichst zügig über die Bühne gehen. Deshalb strebt das Gremium eine Bebauung nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches an und will somit die zeitaufwändige Aufstellung eines Bebauungsplans vermeiden.
Mit dem, was in der Machbarkeitsstudie vorgelegt wurde, bestand im Planungsausschuss großes Einverständnis. Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher bezeichnete das Vorhaben als „großes positives Signal“ dafür, dass die Stadt günstigen Wohnraum schaffe. Monika Schwind (FSM) sah in dem Vorhaben ein „wunderbares Beispiel dafür, wie man als Kommune verantwortungsbewusst mit seinen Liegenschaften umgehen kann“.
Oberbürgermeister gibt ehrgeizigen Zeitplan vor
Und auch die SPD in Person von Norbert Gmeiner freute sich, schließlich habe man Ende 2017 die Bereitstellung von Haushaltsmitteln zur Überplanung des Gebiets beantragt. Auch die Grünen seien von der Planung „in Grundzügen überzeugt“, erklärte Manfred Drobny. Nicolas Graßy (Linke) fasste sein Urteil so zusammen: „Ein tolles Konzept.“
Dieses Konzept wird nun also weiter und detaillierter verfolgt. Schon jetzt ist klar, dass eine Realisierung in Bauabschnitten möglich und sinnvoll sei. Eschenbacher gab dabei einen ehrgeizigen Zeitplan vor: „Jedes Jahr ein Gebäude“, so seine Idealvorstellung – je nach Planungsstand und finanzieller Ausstattung der Kommune freilich.
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