40 Jahre alt

Jugendtreff Don-Bosco-Club feiert Geburtstag: „Ihr macht’s einen tollen Job!“

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Ein Bild als Geschenk überreichte Margarete Steffens (re.) an (v. li.:) Christine Schwarm, Pius Grzeski und Sabine Maier.

Seit 40 Jahren ist er fester und wichtiger Bestandteil der Jugendszene im Loisachtal: der Don-Bosco-Club im Kloster Benediktbeuern. Am Freitag feierten ehemalige und derzeitige Besucher mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft diesen runden Geburtstag.

Benediktbeuern – Auf der einen Seite stehen nüchterne Zahlen und Daten: Sie zählte Christoph Budde, der Vorsitzende des Trägervereins Kinder- und Jugendarbeit Loisachtal, beim offiziellen Teil der Feierlichkeiten auf. 1978: Gründung des ersten offenen Jugendtreffs in Benediktbeuern. 1979: Die Pfarrei des Klosterdorfs übernimmt die Trägerschaft des Clubs. 2005: Gründung des Trägervereins mit Vertretern von Kommunalpolitik und Salesianern.

Stammbesucher des Clubs thematisierten das Thema Mobbing in einem Theaterstück. Text und Musik stammen allein von den Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren.

Auf der anderen Seite steht das, was der Club in der Alten Schäfflerei seinen jungen Besuchern bedeutet hat und bis heute bedeutet. „Ich bin mit 16 Jahren zum ersten Mal hingegangen. Für mich war die Zeit im Club eine sehr wichtige Zeit. Ich war sehr oft da“, erinnerte sich Benediktbeuerns Dritte Bürgermeisterin Margarete Steffens an ihre eigenen Jahre in dem offenen Treff und ergänzte, auch Bürgermeister Hans Kiefersauer sei „ein sehr eifriger Don-Bosco-Club-Besucher“ gewesen. Steffens betonte die Bedeutung des Clubs als Ort für die Jugend und würdigte den Einsatz, den die Mitarbeiter im Club sowie die übrigen Unterstützer für ihn leisten. „Ihr alle macht‘s einen tollen Job.“

Dr. Liane Pluto vom Deutschen Jugendinstitut erläuterte in einem Vortrag die Herausforderungen, denen sich junge Menschen heute gegenübersehen. Die Sozialforscherin sprach etwa vom „hohen Stellenwert“, den Schule und Bildung heutzutage einnehmen. Dadurch steige der Druck auf die jungen Menschen enorm; ebenso wie durch die Vielzahl an weitreichenden Entscheidungen, die sie in jungen Jahren für ihr späteres Leben treffen müssen.

In Zeiten, in denen die Schere zwischen den Gesellschaftsschichten mehr und mehr auseinanderklaffe, sei ein offener Treff wie der Don-Bosco-Club „weiterhin ein zentraler Ort“, wo die Jugendlichen Unterstützung fänden und Zugehörigkeit erfahren. Pluto mahnte aber, den Treff nicht mit Angeboten zu überfrachten. Stattdessen solle man versuchen, Freiräume für die jungen Menschen zu bewahren und Raum für eigenständige Aktivitäten zu bieten.

Christoph Budde vom Trägerverein machte es kurz und bündig in seiner Geburtstags-Rede

Gemeinderat Rudi Mühlhans betonte als großer Club-Befürworter, dass die offene Jugendarbeit zu den Pflichtaufgaben einer Gemeinde gehöre. Allerdings im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit. „Hier läuft das gut“, lobte Mühlhans.

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Franziska Seliger

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