Mehrmals im Jahr kommt es auf der B2 an der Kreuzung Kaisersäule zu schweren Unfällen. Lange wurde über einen Kreisverkehr geredet. Jetzt taucht eine neue Idee auf.
Fürstenfeldbruck – Der Unfallschwerpunkt war immer wieder Gegenstand von Beratungen im Stadtrat. Grundstücksverhandlungen mit Anrainern, Einhaltung des Denkmalschutzes und Planverfahren gestalteten das Projekt aber schwierig.
Zuletzt hatte die CSU einen Antrag eingebracht, der die Verschwenkung des Kreisverkehrs vorsieht und so den Ankauf von Grundstücken umgehen sollte. Wie Fraktionssprecher Lohde erklärt, wäre neben dem Freistaat nur ein Grundstückseigentümer tangiert worden, so dass der Kreisel schneller realisiert werden hätte können.
Ortstermin
Nun fand ein Ortstermin statt. Die Vertreter der Polizei hätten die Gefahr dieser Kreuzung bestätigt, berichtet nun die Brucker CSU. Es bestehe Handlungsbedarf. Die Fachleute des Straßenbauamts bewerteten den Kreiselplan der CSU-Fraktion grundsätzlich als Option, allerdings müsste ein Kreisverkehr an einer Bundesstraße mit einem Radius von rund 50 Metern deutlich größer dimensioniert sein, als in der Skizze angedacht. Das würde ein neues Planfeststellungsverfahren nötig machen, was wieder mehrere Jahre in Anspruch nehmen würde. „Diese Zeit haben wir nicht,“ sagt Andreas Lohde. „Wir brauchen zeitnah eine Verbesserung.“
(Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen FFB-Newsletter.)
Ampel braucht weniger Platz
Aus Sicht des Straßenbauamts sei die schnellste Variante die Errichtung einer Ampelanlage. Diese bräuchte nicht so viel Platz, wie ein Kreisverkehr. Dadurch wäre auch kein neues Planfeststellungsverfahren nötig. Ampelanlagen seien an Bundesstraßen anderen Orts durchaus üblich, bestätigte die Polizei. Nun soll im ersten Quartal 2023 eine Verkehrsuntersuchung stattfinden, die mit einer Verkehrszählung die Grundlage für ein Gutachten liefert. Damit könne, so die Ingenieure vom Straßenbauamt, die Leistungsfähigkeit einer Ampelanlage berechnet werden. Die Ergebnisse sollen Mitte 2023 vorliegen. Eine Umsetzung müsste bis Ende 2024 machbar sein, hieß es. Geklärt werden müssten noch die Radwegführung und der Anschluss an die Erweiterungsfläche des Pucher Meers.
Noch mehr aktuelle Nachrichten aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck finden Sie auf Merkur.de/Fürstenfeldbruck.