Es wäre seine vierte Amtszeit

Die Katze ist aus dem Sack: Krüns Bürgermeister kandidiert 2020 wieder

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Will weiter Bürgermeister bleiben: Thomas Schwarzenberger.
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2002, 2008, 2014 – 2020? Thomas Schwarzenberger (CSU) bereitet den Spekulationen ein Ende: Der Krüner wirft in seiner Heimat noch einmal seinen Hut für das Amt des Bürgermeisters in den Ring.

Krün – Thomas Schwarzenberger (CSU) ist ein Macher. Keiner, der Vorhaben auf die lange Bank schiebt. Das kann er gar nicht. Seine Ungeduld funkt ihm regelmäßig dazwischen. Krüns Bürgermeister findet es deshalb schon aus persönlichen Gründen vorteilhaft, dass viele Projekte im Ort laufen. Gerät eines ins Stocken, ist er nicht zum Abwarten verdonnert, sondern kann ein anderes anschieben. So hat der Rathauschef immer gearbeitet, so will er es künftig tun – auch nach 2020. Knapp eineinhalb Jahre vor den nächsten Kommunalwahlen lässt Schwarzenberger als erster Bürgermeister im Landkreis die Katze aus dem Sack: „Ich werde wieder kandidieren.“

Eigentlich vertritt der Krüner, der 2002 als absoluter Polit-Novize den Chefsessel erobert hatte, die Meinung, dass 18 Jahre im Amt reichen. Trotzdem hat er eine andere, wohlüberlegte Entscheidung getroffen. „Es gibt noch so viele Ideen und Projekte“, sagt er, „die würde ich gerne mitentwickeln.“ Ein Beispiel: die Gestaltung des Dorfplatzes. Ein großes Thema, das Schwarzenberger bewusst in die kommende Wahlperiode verschiebt, damit sich der neue Gemeinderat diesem von Anfang an widmen kann.

Bisher noch kein Gegenkandidat in Sicht

Siegessicher gibt sich der Amtsinhaber aber ganz und gar nicht. „Der Job macht mir Spaß“, betont er. Gleichwohl ist ihm bewusst, dass er nicht immer jedem alles recht machen konnte. Selbst, wenn es ihm trotzdem gelingen sollte, wieder den Chefposten zu ergattern, glaubt er nicht an Spitzenwerte vergangener Abstimmungen. Bei seiner ersten Wahl 2002 erreichte der frühere AOK-Vertriebsleiter als Neuling rund 76 Prozent, 2008 sage und schreibe 97,24 Prozent sowie 94,8 Prozent im Jahr 2014. Schwarzenberger würde sich mit weniger durchaus zufrieden geben – wenn’s nicht gerade auf 51 Prozent rausläuft.

Alle Kandidaten im Überblick

Mit Rechenspielchen und Prognosen hält sich der 48-Jährige aber lieber zurück. Zumal noch nicht bekannt ist, ob ein Gegenkandidat antritt. Wobei es ein Herausforderer in der Regel schwer hat, einen Amtsinhaber zu stürzen. Noch dazu einen, der die Finanzen des Ortes konsolidierte und den G7-Gipfel in Schloss Elmau erfolgreich abwickelte. Dass solche Dinge schnell in Vergessenheit geraten, darüber ist sich Schwarzenberger durchaus im Klaren. An einzelnen Themen will er sich auch gar nicht messen lassen. Deshalb wird er keinen Wahlkampf führen. Der läuft für ihn seit 2014. Die Devise: mit dauerhaft guter Arbeit punkten. An der Motivation scheitert’s jedenfalls nicht: „Am liebsten bin ich Bürgermeister von Krün“, betont der Politiker, der im Kreis- und Bezirkstag sitzt, als Chef des BRK-Kreisverbands fungiert und diverse andere Posten bekleidet.

Mit seiner Positionierung ist aber unabhängig vom späteren Votum in der Isartaler Gemeinde eine Personalfrage geklärt: Schwarzenberger wird nicht – wie gerne vermutet – das CSU-Mitglied sein, das 2020 als Herausforderer von Landrat Anton Speer (Freie Wähler) in den Ring steigt.

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