"Stellt uns nicht aufs Abstellgleis"

Iffeldorf - Der Halbstundentakt auf der Penzberger Bahnstrecke kommt. Doch Iffeldorf profitiert davon nicht. Dort gibt es Protest.

Die Gemeinde Iffeldorf protestiert beim bayerischen Verkehrsministerium dagegen, dass Iffeldorf ab Dezember nicht vom Halbstundentakt der Bahn profitiert. Bürgermeister Hubert Kroiß hat diese Woche ein Schreiben an Minister Martin Zeil geschickt, in dem er „Unverständnis und große Verwunderung“ äußert und zugleich appelliert, Iffeldorf nicht aufs „Abstellgleis“ zu stellen. Wie berichtet, werden die Züge ab Dezember auf der Strecke Tutzing-Kochel morgens und abends im Halbstundentakt fahren. Am Iffeldorfer Bahnhof rauscht allerdings jeder zweite Zug vorbei, ohne zu halten.

Die Begründung der Bahn: Würde Iffeldorf in den neuen Takt aufgenommen, wäre der Fahrplan instabil, es gäbe keinen Zeitpuffer bei Verspätungen. Um Iffeldorf in den Takt aufzunehmen, bräuchte es Infrastrukturmaßnahmen auf der eingleisigen Strecke, aber dafür fehle das nötige Geld.

Bei Pendlern und Gemeinderäten sorgt dies für Unmut. Nach den Plänen der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, so der Bürgermeister in seinem Schreiben ans Ministerium, sollen jeden Werktag 14 Züge ohne Halt in Iffeldorf durchfahren. Gerade morgens von Iffeldorf nach München und abends in der Gegenrichtung könne es nicht sein, dass Iffeldorfer Fahrgäste von dem Halbstundentakt abgeschnitten sind. Kroiß glaubt, dass sich bei einem Halbstundentakt in Iffeldorf die Fahrgastzahlen deutlich erhöhen würden.

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