Adventsserie

Einfache Rezepte für eine süße Weihnachtszeit: Landfrau Kerstin Lory präsentiert ihre Plätzchen-Favoriten

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„Das Einfachste ist bei uns am beliebtesten“: Plätzchensorten wie Spitzbuben und Rum-Kokoskugeln backt Kerstin Lory aus Prem besonders gern.
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Für unsere Adventsserie haben wir Kerstin Lory in Prem besucht. Die Landfrau füllt ihre Plätzchendosen gern mit Spitzbuben und Rum-Kokoskugeln: leckere Sorten, leicht gezaubert.

Prem – Kerstin Lory schlüpft in ihre Backhandschuhe und zieht zwei Bleche aus dem heißen Ofen. Auf braunem Papier reihen sich die dampfenden Scheiben, manche rund, andere sternförmig mit geschwungenen Spitzen, und ziehen einen weihnachtlich-süßen Duft durch die geräumige Küche. Die Premer Landfrau stellt das helle Gebäck vorsichtig auf eine Ablage gegenüber dem Ofen. Dort können die Spitzbuben-Rohlinge nun in Ruhe abkühlen, bevor es an die „Fuselarbeit“ geht, wie Lory das Bestreichen der Plätzchen mit Johannisbeermarmelade nennt.

Die Mutter dreier Söhne (14, 16 und 18 Jahre alt) bringt jedes Jahr um die elf Sorten Plätzen auf den Adventstisch. Meist steht sie dafür selbst in der Küche, aber auch ihre Kinder haben schon früh die Begeisterung fürs Plätzchen-Backen entdeckt. „Wir haben immer viel miteinander gebacken“, sagt Lory. „Das war eine schöne Beschäftigung für die Kinder. Aber die Küche sah danach schon mal chaotisch aus.“

Bis zum Nikolaustag backt Kerstin Lory in der Regel rund elf Sorten

Bis zum Nikolaustag ist der Großteil der Sorten in der Regel fertig gebacken und in Dosen verstaut. Manchmal, wenn Lory noch einmal die Lust packt, kommen aber auch später noch weitere Plätzchen dazu. Bis zu den Festtagen ist die Familie dann fleißig am Naschen, nur eine Dose wird für Weihnachten beiseite gestellt.

Klassische Sorten wie die Spitzbuben gehören fest zum Weihnachtsplätzchen-Repertoire der Premer Familie. Zum einen, weil sie bei allen Familienmitgliedern beliebt sind. Und, weil sie sich so simpel zubereiten lassen. „Das Einfachste ist bei uns am beliebtesten“, fasst es Lory schmunzelnd zusammen.

Spitzbuben werden mit Johannisbeermarmelade von Oma Vroni gefüllt

Für den Spitzbuben-Grundteig braucht es vor allem Eier und Butter – auch deshalb backt die Premerin diese Sorte so gern. „Als Bäuerin finde ich es wichtig, dass wir unsere eigenen Produkte hernehmen“, erklärt sie.

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Auch bei der süßen Füllung greift Kerstin Lory nicht auf eine konventionelle Marmelade aus dem Supermarktregal zurück: Zwischen die gebackenen Teilchen kommt bei ihr die selbst gemachte „Ribiselmarmelade“, also Johannisbeermarmelade, von Großmutter Vroni aus Österreich. „Sie schickt mir immer ein paar Gläser“, sagt Lory lächelnd.

Rum-Kokoskugeln: Simple Plätzchen, so fein wie Pralinen

Dank des säuerlichen Geschmacks passe Oma Vronis Marmelade ideal zu den süßen Plätzchen, findet die Landfrau. Zwar sei es oft eine rechte „Bazelei“, bis die Plätzchen fertig sind, und nicht immer sehen sie am Ende perfekt aus. „Aber die Hauptsache ist ja, dass sie schmecken.“

Während sich die ganze Familie auf die Spitzbuben stürzt, gibt es eine Sorte, die Kerstin Lory für sich allein hat: Rum-Kokoskugeln. „Das ist eine Sorte, die ess nur ich.“ Wie Spitzbuben sind auch Kokoskugeln ganz schnell zubereitet: In rund einer Viertelstunde sind die süßen Bällchen fertig. „Man braucht nicht mal einen Backofen“, erklärt die Landfrau, die sich die Rum-Kokoskugeln gerne abends, nach dem Stall, zusammenzaubert. Wichtig sei nur, dass die Schoko-Rum-Masse fest genug ist, um sie zu Kugeln formen zu können. Wenn die Bällchen ihr Kokosflocken-Bad genommen haben und in den weißen Papierförmchen sitzen, erinnern sie ein wenig an feine Pralinen. „Die machen was her, obwohl sie so simpel gemacht sind“, sagt Lory zufrieden.

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Rezept für klassische Spitzbuben

Spitzbuben sind fruchtig-süß, schnell gezaubert und der Farbklecks auf dem Plätzchenteller. Für die Plätzchen-Klassiker brauchen Sie:

400 Gramm Mehl,

200 Gramm Zucker,

100 Gramm Nüsse,

240 Gramm kalte Butter,

2 Eier,

100 Gramm säuerliche Konfitüre und

50 Gramm Puderzucker.

Die Zutaten vermengen, zu einem glatten Teig kneten und ruhen lassen. Anschließend auf einer bemehlten Fläche ausrollen und zu Plätzchen ausstechen (die Hälfte mit Loch, die andere ohne). Die Teilchen acht bis zehn Minuten im vorgeheizten Ofen backen (Ober- /Unterhitze: 180 Grad). Erkalten lassen, mit Marmelade befüllen und zusammenkleben. Am Schluss mit Puderzucker bestäuben.

Rezept für Rum-Kokoskugeln

Ganz ohne Backofen und mit wenigen Zutaten gelingen Kerstin Lorys Rum-Kokoskugeln. Für die feinen Bällchen brauchen Sie:

250 Gramm Kokos,

300 Gramm Zucker,

200 Gramm Schokolade,

außerdem

Vanillezucker, Rum und etwas Milch.

Die Schokolade zerkleinern, in eine Schale geben und im Wasserbad erwärmen. Die Schokolade anschließend mit dem Rest der Zutaten so lange verrühren, bis sich eine feste Masse bildet. Mit den Händen kleine Kugeln formen und im Kokos wälzen. Zum Kaltstellen kommen die Bällchen eine Weile in den Kühlschrank. Wer mag, kann die Kügelchen in kleine Papierformen legen, um sie wie feine Pralinen aussehen zu lassen.

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