Vorfall am Freitag (27. Juni)

Bub (5) in Kolbermoor mit Spielzeug ans Auto gelockt? Das rät die Polizei besorgten Eltern

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Dass das eigene Kind von einem Fremden durch Süßigkeiten oder Spielzeug ins Auto gelockt werden könnte (Symbolfoto), ist eine der großen Horrorvorstellungen vieler Eltern.
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Hat in Kolbermoor eine ältere Autofahrerin versucht, einen Buben (5) mit einem Spielzeug ans Auto zu locken? Was die Polizei zu dem Vorfall sagt – und was sie besorgten Eltern rät.

Kolbermoor – Es ist ein Vorfall, der zumindest bei einigen Eltern in Kolbermoor ungute Gefühle wecken könnte: Am Freitag, 27. Juni, soll in der Albert-Loher-Straße in Kolbermoor ein fünfjähriger Bub von einer fremden Frau aus einem Auto heraus angesprochen worden sein. Doch ein Sprecher der Polizeiinspektion Bad Aibling (PI) beruhigt: „Nach derzeitigem Stand gibt es überhaupt keine Hinweise auf einen böswilligen Hintergrund.“

„Unser 5-jähriger Sohn wurde heute gegen 14.50 Uhr in der Albert-Loher-Straße von einer unbekannten Frau aus einem roten Auto heraus angesprochen“, teilte ein Facebook-Nutzer in der Facebook-Gruppe „Kolbermoor do san ma dahoam...“ mit. Der Nutzer schilderte außerdem, dass die Frau ein „originalverpacktes Spielzeugauto“ aus dem Auto gehalten und dem Fünfjährigen das Spielzeug mit den Worten „Du musst noch Danke sagen“ in die Hand gedrückt habe. Anschließend sei die Frau davongefahren.

Die Polizei in Bad Aibling bestätigte den Vorfall gegenüber dem OVB. Nach Angaben des Polizeisprechers sei die Mutter des Buben gemeinsam mit der Schwester auf dem Weg nach Hause gewesen, wobei der Bub einige Meter hinter seiner Mama und seiner Schwester gegangen sei. „Nachdem die Mutter des Buben den Vorfall bemerkt hatte, hat sie der Frau etwas entgegengeschrien, wodurch diese vermutlich weggefahren ist.“ Bei der Autofahrerin habe es sich laut Beschreibung um eine ältere Frau gehandelt, „die auffällig stark geschminkt“ gewesen sei.

Weder eine Attacke noch ein Angriff

Der Polizeisprecher machte zudem klar, dass es sich weder um „eine Attacke, noch um einen Angriff“ der Autofahrerin auf den Buben gehandelt habe, eine Gefahr habe nach Einschätzung der Ermittler nicht bestanden. Nach derzeitigem Stand der Dinge geht die Polizei davon aus, dass hinter dem Ansprechen keinesfalls eine böse Absicht gestanden habe.

Dennoch sei es richtig, die Polizei sofort über derartige Vorfälle zu informieren. „Lieber werden wir einmal zu viel, als einmal zu wenig gerufen“, sagte der Polizeisprecher, wobei er betonte, dass es wünschenswert sei, wenn zunächst die Polizei kontaktiert werde, bevor ein derartiger Vorfall in sozialen Medien oder in Whatsapp-Gruppen die Runde mache. Eltern riet er, die Kinder eindringlich darauf hinzuweisen, sich nicht von Fremden ansprechen zu lassen, notfalls wegzulaufen und dann Hilfe bei einem Erwachsenen zu suchen, der dann die Polizei verständigen könne.

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