VonSebastian Tauchnitzschließen
Bei der Deutschen Bahn geht im Landkreis Weilheim-Schongau momentan wenig bis nichts zusammen. Die Fahrgäste bekommen keine Informationen, dafür klappt der Schienenersatzverkehr nicht richtig. Dazu ein Kommentar von Sebastian Tauchnitz:
„Die vier Todfeinde der Deutschen Bahn: Frühling, Sommer, Herbst und Winter.“ Ja, es gibt wirklich lustige Witze mit Bahnbezug. Doch was die Bahn derzeit in der Region veranstaltet, ist zwar ein Witz, aber lachen kann darüber schon lang keiner mehr.
Dass es nach dem schrecklichen Bahnunglück bei Garmisch dringend angezeigt ist, die Sicherheit des Bahnnetzes in der Region zu überprüfen und die Gefahrenstellen zu reparieren, ist unstrittig. Doch selbst wenn man die Frage ausklammert, was die letzten drei CSU-Bundesverkehrsminister eigentlich so genau gemacht haben, wenn unsere Bahnstrecken heute offenbar Dritte-Welt-Qualität haben, bleibt die Erkenntnis, dass das Krisenmanagement der Bahn ein Desaster ist.
Hier lesen Sie unseren Beitrag „Bahn-Chaos im Oberland perfekt - keine Züge, keine Infos, keine Busse“, auf den sich dieser Kommentar bezieht.
Die einzige verlässliche Quelle, um in Erfahrung zu bringen, ob der Zug nun fährt oder nicht, ist, zum Bahnhof zu laufen und zu schauen, ob der Zug nun fährt oder nicht. Täglich tauchen neue Baustellen auf, ohne dass die Fahrgäste rechtzeitig vorher informiert werden und ein funktionierender Ersatzverkehr eingerichtet wird.
Wenn es das Ziel ist, auch die letzten treuen Bahnkunden zu vergraulen und all die neuen 9-Euro-Ticket-Reisenden daran zu erinnern, wie bequem so eine Autofahrt ist, dann schreibt die Bahn gerade eine Erfolgsgeschichte.
Anm.: Kommentare sind redaktionelle Meinungsäußerungen und als solche gekennzeichnet.
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