WARMBAD MIESBACH

Kommentar: Entscheidung zwischen Nutzen und Signalwirkung

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Eine Anlaufstelle für viele Familien ist das Warmbad Miesbach
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Deutschland droht die Gasknappheit, die Wirtschaft hat Existenzsorgen. Ist es da noch in Ordnung, im Freibad Gas zu verfeuern? Ein Kommentar von Merkur-Redakteur Dieter Dorby.

Zuheizen oder konsequent Gas sparen – für beides gibt es gute Gründe. Natürlich beendet es nicht die Energiekrise oder rettet gar die Welt, wenn Miesbach im letzten Bademonat zum Kaltfreibad mutiert, um ja kein Gas für schnödes Freizeitvergnügen zu verschwenden.

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Andererseits ist auch klar: Um spürbar Heizenergie für den Winter sammeln zu können, braucht es millionenfach kleine Einzelmaßnahmen. Denn die vier, fünf großen Lösungen, die niemandem wehtun, gibt es nicht. Ein komplettes Abschalten im Bad hätte daher Signalwirkung gehabt.

Die Entscheidung im Stadtrat dürfte die Gemütslage in der Gesellschaft gut widerspiegeln: sparen ja, aber bitte ohne zu opfern. Aber das wird kaum möglich sein, wenn die fetten Jahre nun vorbei sind.

ddy

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