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Der Eigentümer will den leer stehenden Waitzinger Bräu in Miesbach in eine Begegnungsstätte für Suchtkranke und -gefährdete umwandeln. Aus sozialer Sicht eine überlegenswerte Sache, aber es wäre das Ende der Traditionswirtschaft. Dazu ein Kommentar von Redakteur Dieter Dorby.
Gastronomie ist heute generell ein schweres Geschäft – in Miesbach umso mehr. Der Stadt fehlen Besuchermassen, die hier für eine bürgerliche Küche Station machen würden. Zudem haben sich die Miesbacher mit dem bestehenden Gastronomie-Angebot gut arrangiert. So gesehen scheint der Waitzinger Bräu gut verzichtbar zu sein. Aber nicht für den Stadtplatz.
Der könnte einen größeren Publikumsmagneten durchaus vertragen. Damit ein Wirt dort erfolgreich sein kann, braucht er aber nicht nur niedrige Preise und ein gutes Konzept, sondern auch die Unterstützung der Miesbacher als Gäste. Sie sind die Basis, damit sich das Lokal etablieren kann. Ohne sie hat der Traditionsgasthof keine Chance. Denn eines ist klar: Einmal umgenutzt, ist der Waitzinger Bräu unwiederbringbar verloren.
ddy
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