Die Entscheidung für oder gegen die Surfwelle fällt am Samstag, 12. Februar. Die Stadträte sollten in dieser Frage mutig sein, findet Dominik Stallein vom Isar-Loisachboten.
Wolfratshausen - Wer zum ersten Mal auf ein Surfbrett steigt, hat womöglich Angst, im kalten Wasser zu
landen. Einen Sprung in eben dieses können die Stadträte im Februar auch wagen und damit Mut beweisen. Es ist verständlich, dass mancher Stadtrat ob der Ausgabenflut erst einmal zweifelt – auch mit Blick auf die teuren Projekte der kommenden Jahre. Dass es noch keine Wellen gibt, deren Kosten und Nutzen man mit der Wolfratshauser vergleichen kann, macht die Entscheidung noch schwerer.
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Eins muss man sich aber fragen: Was will man in Wolfratshausen erreichen? Das Projekt bietet der Loisachstadt einen Imagegewinn weit über die Landkreisgrenzen hinaus, ein touristisches Angebot, das Menschen in die Stadt lockt, eine attraktive Möglichkeit, Sport zu treiben, einen Hotspot für junge Menschen. Es ist verständlich, dass man vor dem ersten Surfgang ein mulmiges Gefühl hat. Wer auf der Welle mitreitet, wird es nicht bereuen – und die anfänglichen Ängste schnell vergessen.
Dominik Stallein
