VonClaudia Bauerschließen
Klare Mehrheit für Martin Vaas: Der PFW-Kandidat hat die Wahl in Allershausen für sich entschieden. Seine Kontrahenten blieben weit hinter ihm zurück.
Allershausen – Martin Vaas (PFW) heißt der neue Bürgermeister von Allershausen. Der bisherige Vize hat die Wahl mit der klaren Mehrheit von 60,18 Prozent gewonnen. Seine Kontrahenten blieben weit hinter ihm zurück: Markus Klose (CSU) erreichte rund 28 Prozent, Thorsten Klenke (SPD) gerade etwas mehr als elf Prozent.
Wahl unter anderen Umständen
Alles war diesmal anders als bei jeder Wahl zuvor. Das zeigte sich schon tagsüber in den fünf Urnenwahllokalen im Gemeindegebiet. Es seien deutlich weniger Wähler zur Stimmabgabe gekommen, ein Großteil hätte die Briefwahl genutzt, sagte Markus Neumayer, Wahlvorstand im Wahllokal in der Schule. Wer aber kam, der sei gelassen gewesen, das bereitstehende Desinfektionsmittel hätten vor allem die Wahlhelfer selbst benutzt. Margot Ziegler, stellvertretende Wahlleiterin, bestätigt die Einschätzung der Wahlhelfer.
Ziegler hielt im Rathaus gemeinsam mit dem Geschäftsleiter Christian Graßl die Stellung. Und wo sich sonst Kandidaten und Interessierte im großen Sitzungssaal versammelt hatten, um die Entwicklungen auf der Leinwand zu verfolgen, da herrschte um kurz nach 18 Uhr gähnende Leere. Dann jedoch kam PFW-Kandidat Martin Vaas mit Ehefrau Sabine, um die Ergebnisse aus erster Hand zu erfahren. „Wir waren den ganze Tag recht gelassen, aber jetzt will man es doch endlich wissen“, sagte Sabine Vaas. Ihr Mann spähte derweil immer wieder neugierig über die Schulter von Margot Ziegler auf den Computer.
„Ich bin sehr froh, dass es keine Stichwahl gibt“
Und dann stand es fest: „Ich bin sehr froh, dass es keine Stichwahl gibt“, sagte er erleichtert angesichts des aktuellen Ausnahmezustands wegen Corona. Dann drückte er seine Frau fest an sich und strahlte übers ganze Gesicht. Und auch CSU-Landratskandidat Manuel Mück kam noch zum Gratulieren.
Geschäftiger ging es in der Schule zu. Dort zählten die insgesamt 30 Wahlhelfer die Stimmen aus. Und dort wartete auch Thorsten Klenke, Bürgermeisterkandidat der SPD, auf die Ergebnisse. „Mir ist klar, als Zugezogener und SPD-Kandidat habe ich nicht die besten Chancen“, sagte er kurz vor der Bekanntgabe. Aber: „Wer nicht kämpft, kann nicht gewinnen“, so sein Motto. Klenke konnte am Ende nur rund elf Prozent der Stimmen einfahren. Etwas enttäuscht war er schon. „Mein Ziel war 20 Prozent plus X.“ Aber er gräme sich deswegen nicht und sei weiter gespannt auf die Ergebnisse des Gemeinderats.
Klose ist „ganz zufrieden“
Der Dritte im Kandidaten-Bund war Markus Klose. Er hatte den Abend zuhause mit Familie und Freunden verbracht. Rund 28 Prozent der Stimmen fielen auf den CSU-Mann. Zum Sieg reichte das nicht, aber das hatte Klose schon vermutet. „Es ist schwierig gegen den Zweiten Bürgermeister anzutreten, ich bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden“, sagte er.
Viel wichtiger sei Klose nun die neue Zusammensetzung des Gemeinderats. „Wir wollen die absolute Mehrheit der PFW durchbrechen“, sagte er kämpferisch.
Alle Ereignisse und Ergebnisse der Kommunalwahl 2020 im Landkreis Freising gibt es in unserem Live-Ticker zum Nachlesen.
