Emmering

Die FDP will live aus dem Rathaus senden

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Die Kandidaten der FDP Emmering um Bürgermeister-Kandidat Maximilian Gerber (vorne, Mitte)
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Die Emmeringer FDP will sich im Rathaus breit machen: Die Partei hofft auf mehr Sitze im Gemeinderat und will zudem den Bürgermeister stellen. Der 37-jährige Maximilian Gerber möchte sich auf den Chefsessel setzen.

Emmering – Das Beste kommt immer zum Schluss, dachte sich wohl auch die FDP. Als fünfte und letzte Partei in Emmering hat sie im Amperpark ihre Bewerberliste für den Gemeinderat und den Bürgermeisterkandidaten gewählt. Maximilian Gerber geht für die Liberalen ins Rennen um den Rathaus-Chefsessel bei der Kommunalwahl im März.

Der 37-jährige Gerber lebt erst seit zwei Jahren in Emmering, hat sich aber schon in die Gemeinde und ihre Bürger verliebt. Das merke er auch beim Häuserwahlkampf: „Selten wird eine Haustür gleich wieder zugeschlagen.“ Das mag auch an dem kleinen Präsent liegen, dass der Wirtschaftsingenieur mitbringt: Jeder Bürger bekommt ein Glas Honig.

„Ich habe einen großen Willen zum politischen Gestalten“, sagte Gerber in seiner Vorstellungsrede. Vor allem möchte er eine gute Zukunft für seine beiden Söhne schaffen. Sollte er es auf den Bürgermeister-Stuhl schaffen, will er regelmäßig einen offenen Tisch veranstalten. Dort will er sich direkt den Bürgern stellen. „Ich höre gerne anderen Meinungen zu, denn häufig kann man dabei etwas lernen“, sagt der 37-Jährige, der bei einer Beratungsfirma für kommunale Energieversorgung in München arbeitet.

Das Wahlprogramm – das stolze acht Seiten umfasst – stellte das einzige amtierende FDP-Gemeinderatsmitglied Robert Bauer vor. Er hob besonders die Alleinstellungsmerkmale seiner Partei hervor. Vor allem Transparenz ist den Liberalen wichtig. So könnte es bei einem Wahlerfolg bald Live-Übertragungen von Gemeinderatssitzungen im Internet geben. Außerdem denkt der Vereins- und Sportreferent an eine Gemeinde-App, mit der man beispielsweise das Fundbüro auf der heimischen Couch durchstöbern könnte.

Langfristig könne sich Bauer auch eine S-Bahnstation Emmering bei einem viergleisigen Ausbau der Strecke vorstellen. Oder eine bessere Anbindung an den Bahnhof Eichenau – vielleicht mit einem Elektrobus. Besonders pocht er aber – wie viele Gemeinderats- und Stadtratskollegen in Maisach und Olching – auf eine gemeinsame Lösung bei der Konversion des Fliegerhorsts. „Wir brauchen einen Zweckverband oder eine Gesellschaft“, betonte Bauer.

Als Ziel bei der Kommunalwahl gibt der Ortsvorsitzende eine Verdoppelung der Sitze aus – also mindestens zwei. „Wir wollen den Fraktionsstatus“, unterstreicht Bauer. So könne man ohne Hilfe von anderen Parteien Ausschüsse besetzen.

Bei der Wahl zeigten die Liberalen Einigkeit. Sowohl der Bürgermeisterkandidat sowie die Top-Vier-Plätze der Liste erhielten 100 Prozent der Stimmen.

Die Liste der FDP Emmering

1. Maximilian Gerber 2. Robert Bauer 3. Robert Hetzner 4. Birgit Thomann 5. Christian Neumann 6. Gabi Theiss 7. Rolf Marquardt 8. Brit Buchele 9. Gerd Kemmerer 10. Ulrike Gerber 11. Manfred Weißgerber 12. Christian Bauer 13. Stefan Weißbach 14. Wolfgang Schlosser 15. Andreas Gärtner

Der Emmeringer Gemeinderat hat 20 Sitze. Damit alle Plätze auf der FDP-Liste voll werden, ist der erste Platz dreifach vergeben, die Plätze 2 bis 4 jeweils doppelt. Bei der Aufstellung konnte man entweder die ganze Liste oder einzelne Kandidaten wählen.

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