Amtsinhaber Max Kressirer (WGE) hat sich in der Stichwahl mit knappem Vorsprung gegen Dieter Heilmair von der CSU durchgesetzt
Finsing - Spannend bis zum Schluss war die Wahl in Finsing. Max Kressirer (WGE) und Dieter Heilmair (CSU), denen von Anfang an die Favoritenrollen zugesprochen wurden, traten in der Stichwahl gegeneinander an. Mit vier Prozent mehr setzte sich letztlich der Amtsinhaber knapp durch.
Schon am Wahlsonntag vor zwei Wochen holten sich die beiden den Großteil der Stimmen – Kressirer 38,5 Prozent, Heilmair 25,0 Prozent. Keine Chance hatten Gertrud Eichinger (SPD, 15,5 %) und Andreas Wimmer (FWF, 21.0 %).
Kressirer: „War klar, dass das eine enge Sache wird“
„Mir war klar, dass das eine enge Sache wird. Wir haben schwierige Themen zu bearbeiten, und vermutlich wird es noch ein Stück schwerer werden nach der aktuellen Krise“, erklärte der Wiedergewählte kurz nach der Ergebnisverkündung. Umso mehr freue er sich über das Ergebnis. „Der neue Gemeinderat gestaltet sich um einiges weiblicher und wird sicherlich andere Sichtweisen mitbringen. Ich hoffe, dass wir die Themen, die wir uns vorgenommen haben, aktiv angehen können.“ Heilmair zeigte sich trotz Niederlage zuversichtlich.
Heilmair: „Natürlich ist man im ersten Moment enttäuscht“
„Natürlich ist man im ersten Moment enttäuscht, aber irgendwo kann man auch stolz sein“, immerhin sei die Wahl sehr knapp ausgefallen. Heilmair gibt zu bedenken: „Eine Hälfte ist mit dem Ergebnis zufrieden, die andere nicht. Das sollte für den amtierenden Bürgermeister ein Denkanstoß sein.“ Der CSU-Mann hofft, dass in Zukunft mehr als Team agiert werde. Schon allein die Konstellation im Gemeinderat mache Alleingänge ab sofort unmöglich.
Dass er in sechs Jahren erneut kandidiert, hält Heilmair aktuell für unwahrscheinlich. Das Engagement als Vize schließt er nicht aus, doch diese Entscheidung liege beim Gremium.
Julia Adam