VonAndreas Daschnerschließen
Die hohe Verschuldung des Landkreises Fürstenfeldbruck kritisierten die Kandidaten der erstmals für den Kreistag kandidierende AfD beim Neujahrsempfang der Partei vor rund 40 Gästen im Emmeringer Bürgerhaus.
Emmering – Die Kandidaten Christian Müller, Peter Banholzer und Florian Jäger kündigten an, im Falle der Wahl genau darauf zu schauen, wofür künftig Steuergelder ausgegeben werden.
Höre man auf die Versprechen der politischen Mitbewerber, so sollen sogar weitere Schulden gemacht werden, sagte Müller, Beisitzer des AfD-Kreisverbandes und Spitzenkandidat aus Emmering. „Da ist die Rede davon, dass die S-Bahn-Stammstrecke bis in den Landkreis verlängert werden soll“, sagte Müller, der einen vernünftigen Umgang mit Steuergeldern und nachhaltiges Wirtschaften fordert. „Wir können uns keinen ideologischen Schwachsinn mehr leisten.“
Der auf Listenplatz zwei kandidierende Banhofer, Immobilienberater aus Egenhofen, will „im Kreistag den Altparteien auf die Finger schauen“. Denn viel Geld werde ohne Not ausgegeben oder verschenkt. Außerdem kritisierte der Egenhofener den fehlenden Wohnungsbau im Landkreis. In den vergangenen Jahren seien nur 2,9 Wohnungen pro 1000 Einwohner gebaut worden. „In der gesamten Region sind es dagegen 4,8.“
Der Kreisvorsitzende Jäger kündigte an, nach der Kommunalwahl „in den Filz und die bequemen Leute im Kreistag reinzupieksen, sodass es weh tut“. Er wolle keine Etikettierung des Gegners, sondern Vernunft in die politische Diskussion zurückbringen. Außerdem forderte er mehr Transparenz beim Kreis-Haushalt. ad
Die Bewerber der AfD für den Kreistag
1. Christian Müller 2. Peter Banholzer 3. Florian Jäger 4. Rolf Ertel 5. Michael Heng 6. Bernhard Scheuring 7. Michael Fasting 8. Emmi Raith-Ingerl 9. Matthias Hintermeier 10. Werner Meßner 11. Friedemann Seebass 12. Claus Schamberger 13. Wilhelm Kick 14. Elsa Schäffer 15. Hugo Nisslmüller 16. Matthias Mestmacher 17. Josef Auenhammer 18. Ingolf Kurtze. Die Namen werden jeweils dreifach genannt.
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