Kommunalwahl FFB

Zwei liberale Familien wollen in den Stadtrat

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Sie wollen für die FDP/Parteifreie Brucker in den Stadtrat.
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Mit einem ehrgeizigen Ziel gehen die Liberalen der Stadt in den Wahlkampf. „Wir wollen eine starke Starting Five“, sagte Spitzenkandidat Klaus Wollenberg in Anlehnung an den Basketball.

Fürstenfeldbruck – Die als „FDP/Parteifreie Brucker“ antretende Gemeinschaft würde damit die Zahl ihrer bisher zwei Stadtratsmandate um drei erhöhen. Stark vertreten sind zwei Familien.

„Es ist eine Liste, die viele Qualifikationen abdeckt“, betonte Wollenberg. So sind Kandidaten aus allen Stadtteilem dabei. Erreichen will Wollenberg eine Verbesserung der wirtschaftlichen Struktur. „Wir sollten einem Teil der Pendler Zeit zurückgeben und wohnortnahe Arbeitsplätze schaffen.“ Zudem will Wollenberg mit dem Erhalt von Fachgeschäften und mehr günstigem Wohnraum für junge Familien punkten.

Die Familien will die auf Platz zwei gesetzte Verena Coscia, Mutter eines Grundschul- und Kindergartenkindes und seit 15 Jahren FDP-Politikerin, ansprechen. Die 35-jährige verfügt über Erfahrung in der Bundespolitik. Sie arbeitete einige Zeit als persönliche Referentin des kürzlich verstorbenen Bundestagsabgeordneten Ralph Jimmy Schulz. In der Brucker FDP ist die Kommunikationsmanagerin Vize-Ortsvorsitzende. „Ich will erreichen, dass sich mehr junge Frauen in der Politik einsetzen“, sagte Coscia auf der Nominierungsversammlung.

Konversion des Fliegerhorstes

Für die markantesten Töne sorgte Herwig Bahner, auf Platz drei gesetzt und neben Wollenberg der einzige FDP-Politiker im Stadtrat. Kaum eine Fraktion arbeite in ihrer ursprünglichen Besetzung, mit der sie 2014 in die Legislaturperiode gegangen sei. Das lasse Beständigkeit vermissen. Auch sei bei beherrschenden Themen wie der Konversion des Fliegerhorstes seit acht Jahren kaum etwas vorwärts gegangen. „AKK sei Dank, dass wir jetzt noch zwei Jahre länger Zeit zur Klärung haben“, meinte Bahner süffisant in Richtung der Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Deutliche Worte fand Bahner, der selbst 2014 als CSU-Stadtrat gestartet war, ebenso für Oberbürgermeister Erich Raff, dem er Verhinderungspolitik vorhielt. „Die Brucker hätten gern auch einen neuen OB gewählt.“ So würde man erst 2023 „vielleicht jemanden finden, der wieder richtig anschiebt“.

Beim Anschieben in der FDP kann Bahner auch auf starke Bande aus der eigenen Familie setzten. Insgesamt fünfmal, einschließlich Ersatzkandidat, ist der Name auf der Liste der „FDP/Parteifreie Brucker“ zu finden. Fast gleichauf ist die Familie Gruschka mit vier Kandidaten auf der Liste für die Kommunalwahl vertreten.

Die Liste wurde ohne Diskussion und Veränderung gegenüber dem Vorschlag des Ortsvorstandes einstimmig angenommen. Jüngster ist Claus-Magnus Bahner mit 19 Jahren, als Senior kandidiert Wolf-Dietrich Wex (80).

Die Liste der FDP in Fürstenfeldbruck

1. Klaus Wollenberg, 2. Verena Coscia, 3. Herwig Bahner, 4. Gerdi Schön-Weis, 5. Benjamin Moos, 6. Werner Kainzinger, 7. Andreas Groth, 8. Manuel Gruschka, 9. Claus-Peter Bahner, 10. Stefanie Gauland, 11. Volker Bährle, 12. Sven Braun, 13. Ursula Wolf, 14. Wolfgang Gehra, 15. Maximilian Peter, 16. Monica Bahner, 17. Leopold Braun, 18. Hans-Jürgen Krapfl, 19. Hannelore Ludwig, 20. Christian Klein, 21. Carl-Magnus Bahner, 22. Luise Maier, 23. Marco Egly, 24. Markus Ludwig, 25. Anton Gruschka, 26. Markus Kanold, 27. Joachim Wolf, 28. Lutz Alexandr Ziemann, 29. Inga Wolf, 30. Sebastian Stier, 31, Roger William, 32. Kar-Heinz Weiß, 33. Christoph Laepple, 34. Brigitte Gruschka, 35. Uwe Flähmig, 36. Jannik Heinzelmann, 37. Christian Flühr, 38. Doris Kurz, 39. Jannik Gruschka, 40. Wolf-Dietrich Wex. Ersatzkandidat ist Christoph-Roman Bahner.

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