Der Ickinger Ortsverein der SPD nominiert Dr. Beatrice Wagner offziell als Bürgermeisterkandidatin. Sie zieht mit 15 Mitstreitern in den Kommunalwahlkampf.
Icking – Selbstbewusst gab sich die Ickinger SPD in ihrer Aufstellungsversammlung im Rittergütl. „Zum zweiten Mal in der 49-jährigen Geschichte des Ortsvereins schicken wir eine eigene Bürgermeisterkandidatin ins Rennen“, sagte Ehrenvorsitzender Gerhard Jakobi. Dr. Beatrice Wagner wurde von zehn der elf anwesenden Stimmberechtigten zur Kandidatin gewählt. Die 56-Jährige tritt damit offiziell gegen Verena Reithmann (UBI), Laura von Beckerath-Leismüller (Grüne) und – ganz neu – Cornelia Zechmeister (PWG) im Kampf um die Nachfolge von Margit Menrad an.
„Während andere Wahlgruppierungen nicht über den Tellerrand hinausschauen, hat die SPD Visionen“, sagte Beatrice Wagner in ihrer Antrittsrede. Dies sei der Unterschied, der den Ortsverein ausmache. Konkret formulierte die Kandidatin drei zentrale Forderungen: „Wir wollen Ökologie und Ökonomie miteinander vereinbaren.“ Dies könne durch die Verhinderung von Flächenversiegelung oder die Erstellung einer Baumschutzverordnung erfolgen. „Sozialer Wohnraum“ und „Zusammenleben und Kultur im Dorf“ sind Wagner zufolge die beiden anderen Themen, denen sie sich im Falle einer Wahl widmen möchte.
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Neben der Bürgermeisterkandidatin auf Platz zwei bewerben sich auf der SPD-Liste 15 Ickinger für den Gemeinderat. Angeführt wird die Liste vom Ortsorsitzenden Julian Chucholowski, Ehrenvorsitzender Jakobi freute sich, dass sich im Reißverschlussverfahren Männer und Frauen abwechseln, jeder zweite Platz ist somit mit einer Frau besetzt. Jakobi selbst ließ sich von Platz 15 auf 16 zurücksetzen. Er wolle die Wahl lieber von hinten beobachten, scherzte der Mitbegründer des Ortsvereins.
Vorsitzender Chucholowski zeigte sich mit der Liste sehr zufrieden. „Die SPD ist auf Bundesebene die einzige und richtige Opposition, die Sachen kritisch wahrnimmt“, sagte der 33 Jährige. Ähnlich sei es in der Kommunalpolitik. „Wir haben ein umfangreiches Wahlprogramm, das gut von den Leuten angenommen wird.“ Jetzt liege es an einer erfolgreichen Wahl, um dieses Programm auch umsetzen zu können. Bürgermeisterkandidatin Wagner gab sich zuversichtlich. „Wir haben dieses Jahr zwei neue Mitglieder dazu gewonnen. Das zeigt, dass das Herz bei vielen Menschen links schlägt.“
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Die Kandidaten der SPD Icking
1. Julian Chucholowski, 37, Dipl.-Ingenieur, Spatzenloh
2. Dr. Beatrice Wagner, 56, Paar- u. Sexualtherapeutin, Ick.
3. Bernd Hertwig, Dipl.-Ingenieur, Walchstadt
4. Michaela Chucholowski, 33, Restaurantfachfrau, Spatzenl.
5. Constantin Beier, Rechtsreferendar, Dorfen
6. Sarah Borga, 38, HNO-Ärztin, Icking
7. Sebastian d’Huc, 20, Student, Icking
8. Sandra Wille, 31, Innenarchitektin, Walchstadt
9. Dr. Christian Roth, Dipl.-Physiker, Irschenhausen
10. Constanze Fuhrmann, 57, Verwaltungsangestellte, Icking
11. Laurin Bauer, 33, Softwareanalyst, Walchstadt
12. Sandra Buchbauer, 39, Verwaltungsangestellte, Spatzenl.
13. Konrad Sedlmeier, Pensionist, Icking
14. Constanze Wagner, 21, Kinderpflegerin, Icking
15. Christian Mielich, Sozialpädagoge, Icking
16. Gerhard Jakobi, Dipl.-Ingenieur, Icking
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