Der Bürgermeisterkandidat der Langenpreisinger CSU steht schon fest. Jetzt wurde auch die Gemeinderatsliste aufgestellt.
Langenpreising – Nach dem Bürgermeisterkandidaten (Leo Melerowitz) hat die Langenpreisinger CSU jetzt auch ihre Gemeinderatsliste aufgestellt. 19 Wahlberechtigte kamen zur Aufstellungsversammlung ins Gasthaus Oberwirt. Dort hoben sie bei einer Gegenstimme Leo Melerowitz, Wolfgang Leitsch und Stephan Hoynatzky auf die Listenplätze eins bis drei. Alle drei sind schon im Gemeinderat.
Helmut Empl wollte nach 24 Jahren im Gremium nicht wieder kandidieren, Karin Dürr trat auch nicht mehr an. Die Stewardess auf der Langstrecke jettet beruflich derart viel in der Weltgeschichte herum, dass für diesen Schritt allgemein Verständnis herrschte.
Kommunalwahl 2020: Ohne Frauenpower geht es nicht
Ohne Frauenpower geht es aber auch in der CSU nicht. Vor allem der Kreisvorsitzende und Wahlleiter Martin Bayerstorfer warb dafür, dass eine Liste auch die Gesellschaft abbilden müsse, wolle eine Partei Erfolg haben. Da kam dann auch ein Unterschied zu den Freien Wählern raus. Bayerstorfer nämlich fand es durchaus in Ordnung, dass hier „nachgeholfen“ werde. Er vermied das Wort „Quote“, aber die Partei hatte die Listenplätze 4 und 8 für Frauen reserviert.
Und so spülte es Eva Kobold nach oben auf den durchaus aussichtsreichen vierten Platz. Die 36 Jahre alte Krankenschwester und Hauswirtschafterin wäre das erste neue CSU-Mitglied im Gemeinderat. Aktuell stellt die Partei fünf Räte. Auf Platz 5 folgt nach Stephan Hoynatzky der zweite Rechtsanwalt auf der Liste: Holger Scheidinger (46).
War nicht einfach, die Liste voll zu bekommen
Bayerstorfer hatte verlangt, dass die Liste auch möglichst ein breites Berufsspektrum abzubilden habe. Das ist nach den Worten von Leo Melerowitz auch sehr gut gelungen: „Wir haben eine starke Liste!“ Gleichwohl deutete er an, dass es nicht ganz leicht gewesen sei, diese auch wirklich voll zu bekommen.
Bayerstorfer fand lobende Worte an die Adresse des Vorsitzenden, vermied aber auffällig jedes Wahlkampfgetöse. Er lobte die vielen, die sich für ein politisches Ehrenamt bewerben. „Die riskieren damit, dass man auch verlieren kann.“ Er sprach ausdrücklich von einem kommunalen Selbstverwaltungsorgan, hob die verschiedenen Kommunalverfassungen in Deutschland heraus und meinte dann: „Das hilft ja alles nix, wenn kein Stimmzettel da ist, wo Namen drauf stehen.“ Seine engagierte Rede gipfelte in dem letztlich für alle drei bisher in Langenpreising bestehenden Listen gleichermaßen gültigen Satz: „Ohne Euch keine Demokratie!“
Diese Namen stehen natürlich für Inhalte. Die wurden von Melerowitz umrissen. „Wir werden auch weiter dafür kämpfen, dass Radwege gebaut werden“, sagte er und nahm für seine Partei in Anspruch, das Thema voran gebracht zu haben. Auch übte er Kritik daran, dass die Nahwärme nicht in dem Maß weiterentwickelt worden sei, wie das wünschenswert sei, und kündigte an, dass die CSU an dem Thema dran bleiben werde. Wohnen, Bauen und Arbeiten seien die Kernthemen, führte er weiter aus und meinte, dass mit 245 gemeldeten Unternehmen die Gemeinde auch recht gut aufgestellt sei.
Die CSU-Liste
Leo Melerowitz, Wolfgang Leitsch, Stephan Hoynatzky, Eva Kobold, Holger Scheidinger, Thomas Metz, Alois Angermeier, Ursula Rieger, Albert Deutinger, Franz Heilmeier, Thomas Bachmaier, Sebastian Melerowitz, Erich Lechner, Karl-Heinz Häring, Markus Babinger, Georg Melerowitz, Erwin Heim, Anton Haslacher, Gerald Brunnquell, Christiane Hellinger, Johann Wild, Stefan Dürr, Barbara Hattensperger, Peter Huber, Michael Böck, Thomas Hofmair, Alexander Klug, Brigitte Melerowitz; Ersatz: Daniela Leitsch.
Klaus Kuhn
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