VonUlrike Osmanschließen
Vize-Bürgermeister Rudi Keckeis geht ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus. Einstimmig wurde er bei der Aufstellungsversammlung der Bürgervereinigung Moorenweis zum Kandidaten für das Bürgermeisteramt nominiert.
Moorenweis – „Nach 18 Jahren ist es Zeit für einen Wechsel“, brachte Michael Vogt das Ziel der Bürgervereinigung (BV) auf den Punkt. So lange wird die Gemeinde bereits von CSU-Bürgermeister Joseph Schäffler geführt. Keckeis hatte den Amtsinhaber bereits bei der Kommunalwahl 2014 herausgefordert. Der 58-jährige Bankkaufmann, Landwirtschaftsmeister und Inhaber eines kommunalen Dienstleistungsunternehmens habe in der zu Ende gehenden Amtsperiode als stellvertretender Bürgermeister „einen hervorragenden Job gemacht“, lobte Vogt.
Vogt selbst ist dienstältestes Gemeinderatsmitglied und kandidiert für eine weitere – seine sechste – Amtszeit. Auch Ulrich Holaschke aus Eismerszell, Gerti Riedl-Steininger, Geschäftsführerin der Kranken- und Nachbarschaftshilfe, und TSV-Vorsitzender Thomas Tauscher treten erneut an. Manfred Mahl zieht sich zurück.
Auf Listenplatz sechs steht Tobias Huber, Bankkaufmann und Vater zweier Töchter. „Ich weiß, was die jungen Familien im Ort bewegt“, sagte der 41-Jährige, der im Elternbeirat sitzt. Peter Tögel bringt als Finanzbeamter und Revisor der Kreismusikschule gutes Verständnis für Zahlen mit, Martin Walch hat als Betriebsrat und Schwerbehindertenvertreter Erfahrung darin, sich für die Anliegen anderer einzusetzen.
Mit sechs Kandidaten im Alter zwischen 24 und 35 Jahren ist die Jugend auf der BV-Liste für die Kommunalwahl gut vertreten. Frauen sucht man bis auf Gerti Riedl-Steiniger vergebens.
Im Wahlprogramm der Gruppierung steht das Thema Wohnen ganz oben. Da für viele Familien die Schaffung von Wohneigentum selbst bei vergünstigten Grundstückspreisen nicht mehr zu stemmen ist, möchte Keckeis im Rahmen des Einheimischenmodells künftig auch Grundstücke im Erbbaurecht anbieten. Zudem strebt er an, dass Einheimischengrundstücke für Mehrfamilien- und Mehrgenerationenhäuser zur Verfügung gestellt werden. Auch die Schaffung von günstigem Wohnraum durch die Gemeinde – etwa für die Beschäftigten in sozialen Einrichtung – gehöre „deutlich mehr in den Fokus“.
Im Zuge einer weiteren Vergrößerung des Gewerbegebiets stellt sich Keckeis auf einem Gemeindegrundstück die Errichtung eines Handwerkerhofs vor. Wer sich als Betriebsgründer noch kein eigenes Gewerbegrundstück leisten kann, soll dort Nutzungsparzellen mieten können. Auf geeigneten Grünflächen soll durch weniger Pflege „mehr Platz für die Natur“ geschaffen werden. Außerdem wünscht sich Keckeis die Einführung eines Wochenmarkts nach dem Vorbild der Nachbargemeinde Türkenfeld. „Was dort möglich ist, muss in Moorenweis erst recht möglich sein.“
Die Liste der Bürgervereinigung Moorenweis
1. Rudi Keckeis 2. Ulrich Holaschke 3. Michael Vogt 4. Gerti Riedl-Steininger 5. Thomas Tauscher 6. Tobias Huber 7. Peter Tögel 8. Martin Metzger 9. Martin Walch 10. Michael Scherer 11. Johannes Schöttl 12. Fabian Keckeis 13. Andreas Thiele 14. Ladislaus Scholtes 15. Lukas Pöttinger 16. Matthias Mayer.
Die Liste wurde von den 22 Stimmberechtigten bei der Aufstellungsversammlung im Vereinsheim Alte Schule in Steinbach einhellig abgesegnet. An der vorgeschlagenen Reihung hatten die Anwesenden nichts auszusetzen. Versammlungsleiter war der Mammendorfer Altbürgermeister Hans Thurner.
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