Die jungen Leute in Benediktbeuern und Bichl wollen mehr Mitspracherecht in der Lokalpolitik haben. Deswegen werden Korbinian Hoiß (27) und Michael Rest (31) aktiv.
Benediktbeuern/Bichl – Rest und Hoiß wollen eine Junge Union für die beiden Dörfer gründen. Die Gründungsversammlung findet am Donnerstag, 28. November, um 19.30 Uhr in der Waldgaststätte Schreiner in Benediktbeuern statt. Welche Visionen die jungen CSUler haben, erklärt Michael Rest im Interview.
Herr Rest, wie kam es zu der Idee, eine Junge Union für Benediktbeuern und Bichl zu gründen?
Durch den Bürgermeisterwahlkampf in Benediktbeuern war die Lokalpolitik bei jedem sehr präsent. In Gesprächen im Freundeskreis stellten wir dann fest, dass man als Jugendlicher in der Lokalpolitik eigentlich keine Anlaufstellen hat. Somit möchten wir die Initiative ergreifen und die Interessen und Ideen der Jugend in der Lokalpolitik einfließen lassen. Wir wollen ein Bindeglied zwischen der örtlichen Jugend und der Lokalpolitik zu sein. Wir haben uns für die Wiedergründung der JU entschieden, da wir uns mit dem Programm der CSU am meisten identifizieren können.
Wie viele Interessenten gibt es bisher?
Die Rückmeldung von allen Angesprochenen ist bisher äußerst positiv. Durch die derzeit in der Lokalpolitik herrschenden Strukturen haben sich viele bisher nicht getraut, ihre Anregungen und Bedürfnisse an die entsprechenden Stellen heranzutragen. Es fällt jungen Leuten wahrscheinlich leichter, ihre Wünsche bei jemandem zu äußern, den man vielleicht schon aus Schulzeiten oder dem aktiven Vereins- und Dorfleben kennt.
Haben Sie konkrete Vorhaben und Ziele, die Sie mit der JU verfolgen und durchsetzen wollen?
In erster Linie soll die JU das Sprachrohr der jungen Generation von Benediktbeuern und Bichl sein. Unser Ziel ist es, uns langfristig in die Lokalpolitik einzubringen. Wir wollen die junge Generation wieder für das Ehrenamt begeistern. Des Weiteren steht noch die kommunale Unterstützung für örtliche Jungunternehmer, die entweder planen ein neues Unternehmen zu errichten oder den elterlichen Betrieb weiterführen wollen, im Raum. Zusätzlich möchten wir bei der Wiederbelebung des Dorfplatzes mitbestimmen. Ein weiteres Thema wird die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sein. Außerdem wird der Artenschutz für uns eine Rolle spielen. Wir sind die Generation von morgen, die mit den Entscheidungen von heute leben muss.
Die Fragen stellte Felicitas Bogner