VonVeronika Machtschließen
Eine „Super-Liste“, so Markus Egner, hat die CSU Ottenhofen für die Kommunalwahl 2020 aufgestellt. Darauf sind 24 Bewerber, aber einen Bürgermeisterkandidaten stellt die Partei nicht.
Ottenhofen – Mit der wohl jüngsten Kandidatenspitze im Landkreis geht die CSU Ottenhofen in den Kommunalwahlkampf. Verena Stadler (26, angehende Versorgungsingenieurin) und Markus Egner (21, Student der Pharmazie) führen die Liste an. Einen Bürgermeisterkandidaten stellt der Ortsverband nicht, dafür 24 Listenbewerber, von denen nur vier parteifrei sind – und das bei gerade 49 Mitgliedern im Ortsverband. „Ich bin tief beeindruckt“, zollte Landrat Martin Bayerstorfer seinen Respekt.
Ziel: Wieder ein Sitz mehr im Gemeinderat
Gleich zu Beginn der Versammlung im Sportheim machte Ortsvorsitzende und Spitzenkandidatin Verena Stadler klar: „Mein Ziel ist, bei der nächsten Wahl wieder einen Sitz mehr im Gemeindetat zu bekommen. Das habe ich schon 2017 anlässlich der Feier des 40-jährigen Bestehens des Ortsverbands gesagt. Ich bin überzeugt, dass wir dieses Ziel erreichen können – mit einer starken Liste.“ Darauf sind neben den amtierenden Stefan Reischl, Klaus Stadler und Heinrich Schwanzer auch ehemalige Gemeinderäte wie Peter Huber und Reinhard Schüngel, die nach sechs Jahren wieder antreten. Josef Greckl stellte sich nicht mehr zur Wahl.
„Einfach eine Super-Liste mit Super-Kandidaten“
„Wie könnten wir unsere Liste nennen?“, berichtete Markus Egner von Überlegungen im Vorstand: „Einfach eine Super-Liste mit Super-Kandidaten.“ Drei Faktoren seien entscheidend, um gewählt zu werden: Bekanntheit (durch Ehrenamt und sonstiges Engagement vor Ort), Beliebtheit („Davon gehe ich einfach mal aus, dass sich jeder, der sich aufstellen lässt, Stimmen zieht“) und Kompetenz. „Wir haben Kandidaten aus unterschiedlichen Bereichen, die alle ihre Fertigkeiten einbringen“, sagte Egner – Sohn des ehemaligen Bürgermeisters Ernst Egner, dessen Tochter Patrizia und Frau Daniela ebenfalls kandidieren.
Die Frage, warum die CSU heuer keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten stellt, beantwortete Markus Egner so: „Der jetzige Gemeinderat und die Bürgermeisterin haben viel geplant und in die Wege geleitet. Jetzt liegt es auch in ihrer Verantwortung, das umzusetzen.“ Die CSU wolle jedoch diese Prozesse im Gemeinderat konstruktiv unterstützen.
Die Liste wird in freier Wahl bestimmt
Während Stadler und Egner auf den Plätzen 1 und 2 gesetzt wurden, haben die anwesenden 25 Wahlberechtigten den Rest der Liste in freier Wahl bestimmt.
Konkrete Sachthemen, für die man sich im Gemeinderat einsetzen wolle, wurden in der Vorstellungsrunde kaum angesprochen. Viele betonten, mit ihrer Kandidatur vor allem die jungen Leute auf der Liste unterstützen zu wollen. Mehrere schilderten zudem ihre Motivation für ihre Bewerbung. „Die Gemeindeentwicklung wird im Gemeinderat abgebildet, und ich glaube, wir brauchen da einfach frischen Wind“, sagte etwa Daniela Egner. „Ich bin die vergangenen Jahre immer stärker enttäuscht von den aktuellen Volksvertretern gewesen, weil sie überhaupt nicht das machen, was sich das Volk vorstellt. Ich finde, es gehört dringend eine Änderung her, aber ganz dringend“, meinte Michael Huber aus Herdweg. Diesen Gemeindeteil vertreten will auch Patrick Palmié: „Es wäre schön, wenn jemand aus Herdweg reinkommen würde“, sagte der Glasermeister.
Die Kandidaten der CSU
1. Verena Stadler, 2. Markus Egner, 3. Sebastian Weber (parteifrei), 4. Stefan Reischl, 5. Daniela Egner, 6. Andreas Ostermair (parteifrei), 7. Reinhard Schüngel, 8. Patrizia Bilgin-Egner, 9. Siegfried Benker, 10. Johann Wagner, 11. Heinrich Schwanzer, 12. Melanie Schüngel, 13. Siegfried Heuwieser, 14. Peter Huber, 15. Patrick Palmié (parteifrei), 16. Andreas Stadler, 17. Michael Huber, 18. Monika Benker, 19. Klaus Stadler, 20. Benedict Schimschal (parteifrei), 21. Silja Reischl, 22. Sonja Schüngel, 23. Hans Bäumer, 24. Kenneth Weinke. Ersatz: Cornelia Weinke.
vam
Alles Wichtige zur Kommunalwahl 2020 im Landkreis Erding lesen Sie auf unserer Themenseite.
