Kommunalwahl 2020/Pfaffenhofen: Auf Anhieb 3 Sitze für die Grünen

Grüne schweben im siebten Himmel

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Harald Mang will trotz des Verlustes von einem Sitz weiterhin „vernünftige Politik“ machen.

Zum ersten Mal dabei und dann gleich drei Sitze im Gemeinderat erobert: „Wir schweben im siebten Himmel“, schwärmt Grünewn-Spitzenkandidatin Susanne Vedova.

Pfaffenhofen/Glonn Zum ersten Mal dabei und dann gleich drei Sitze im Gemeinderat erobert: „Wir schweben im siebten Himmel“, schwärmt Susanne Vedova, Sprecherin des im vergangenen Sommer gegründeten Ortsverbandes von Bündnis 90/Die Grünen Pfaffenhofen/Glonn. Bei der Bürgermeisterwahl hatte sie als Kandidatin ihr selbst gestecktes Ziel zwar nicht ganz erreicht, hatte sich aber dennoch zufrieden mit dem Ergebnis gezeigt (wir haben berichtet).

Dass nun gleich drei Grüne im Gemeinderat sitzen – neben ihr sind das Dieter Stoll und Margarete Klein-Kennerknecht –, sei eine „große Überraschung“, so Vedova. „Zwei haben wir gewagt zu hoffen, aber dass eine Liste, die das erste Mal antritt, gleich drei Sitze bekommt, das freut mich sehr. Vor allem für meine Mitkandidaten“, betonte die Grünen-Spitzenkandidatin. Vedova hofft auf eine „gute und konstruktive Zusammenarbeit“ im Gremium und glaubt, dass diese gut funktionieren wird. „Ich sehe optimistisch in die Legislaturperiode.“

Michael Lampl, Ortsverbandsvorsitzender der CSU, ist „im Großen und Ganzen zufrieden“ mit dem Ergebnis. Die sieben bisherigen Sitze konnte die Liste CSU/Parteifreie verteidigen, über den einen oder anderen Sitz mehr hätte sich Lampl auch gefreut. Aber es gebe ja jetzt eine Gruppierung mehr im Gemeinderat, so der Landwirt, der sich bei allen Kandidaten für deren Engagement bedankte. Lampl selbst hatte im Vorfeld der Kommunalwahl beschlossen, nicht mehr zu kandidieren und den Jüngeren den Vorrang zu geben.

Harald Mang, dessen AWG einen Sitz abgeben musste, will auch weiterhin „vernünftige Kommunalpolitik machen“. Der Wählerwille sei nun mal unergründlich, und wenn sich der Bürger drei grüne Gemeinderäte wünsche, „dann soll er sie haben“, so Mang pragmatisch.   

Neben Harald Mang wurde auch Manfred Wolf wiedergewählt. Neu dabei sind Andreas Weiß und Georg Kalmbach für die Allgemeine Wählergruppe. Alle bisherigen sechs Gemeinderäte, die sich zur Wahl gestellt hatten, wurden auch wiedergewählt, war aus dem Pfaffenhofener Rathaus zu erfahren. Andreas Riedlberger, Klaus Reindl, Michael Lampl, Regina Erhart, Adelheid Taubinger und Michael Gutmann waren nicht mehr angetreten.

Da die Gemeinde die Einwohnergrenze von 2000 überschritten hat, gab es bei der jetzigen Wahl 14 statt bisher 12 Sitze im Gemeinderat zu vergeben. Bürgermeister Helmut Zech steht derzeit noch als gewählter Gemeinderat auf der Liste. Aufgrund dessen – er ist ja momentan gleichzeitig Bürgermeister und Gemeinderat – wird er wohl auf seinen Sitz im Gemeinderat verzichten. Nachrücker wäre dann Richard Kalmbach von der Liste CSU-Parteifreie.

Allerdings wird das erst kommenden Dienstag im Wahlausschuss bekanntgegeben. Vorerst hängt eine Liste der neugewählten Gemeinderäte öffentlich aus. Eine Woche bleibt den Berufenen Zeit, die Wahl abzulehnen. Erst dann kann der Wahlausschuss handeln. 

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sim

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