Aufstellungsversammlung der CSU

Kommunalwahl 2020: Viele parteilose Kandidaten für die Schongauer CSU

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Sie wollen für die CSU in den Schongauer Stadtrat einziehen: Die Kandidaten wurden  im Pfarrsaal von Verklärung Christi vorgestellt.
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Die Schongauer CSU hat ihre Kandidaten für die Kommunalwahl vorgestellt. Neben vielen aktuellen Stadträten konnten auch einige Politik-Neulinge für die Stadtrats-Liste gewonnen werden.

Schongau – „Es ist eine sehr gute Liste geworden“, freute sich der CSU-Ortsvorsitzende Dr. Oliver Kellermann bei der Aufstellungsversammlung. Viele altbewährte Stadträte finden sich darauf wieder. Nur Helmut Hunger und Markus Wühr kandidieren nicht mehr für das neue Gremium. Besonders freute sich Kellermann darüber, dass es gelungen ist, viele neue Gesichter und junge Personen für eine Kandidatur auf der CSU-Liste zu gewinnen.

Über die genaue Reihenfolge der Kandidaten entschieden am Donnerstagabend insgesamt 38 anwesende Stimmberechtigte, CSU-Mitglieder des Schongauer Ortsverbandes, im Pfarrsaal Verklärung Christi. Auch mehrere Gäste verfolgten die Aufstellungsversammlung gespannt.

Stadtrats-Kandidaten der Schongauer CSU: Michael Eberle auf dem letzten Listenplatz

Auf den ersten Listenplatz wurde CSU-Bürgermeisterkandidat Hans Rehbehn von allen Stimmberechtigten gewählt. „Wenn ich nicht Bürgermeister werde – was ich nicht glaube – nehme ich selbstverständlich einen Sitz im Stadtrat an“, bedankte sich Rehbehn für das entgegengebrachte Vertrauen.

Michael Eberle leitete die Wahl zusammen mit Barbara Eichelbeck und Ingrid Steffek. Zum Schluss der Aufstellungsversammlung überraschte er mit seiner eigenen Kandidatur. Wie berichtet, war er vor rund einem Jahr nach einem Herzinfarkt aus dem Stadtrat zurückgetreten. Er habe sich die nötige Zeit genommen, sich gesundheitlich zu erholen, erklärte Eberle. Auf eigenen Wunsch kandidiert er allerdings auf dem letzten Listenplatz, was durch die Wahl der Stimmberechtigten bestätigt wurde.

Stadtrats-Liste der Schongauer CSU: Vordere Plätze für Frauen und junge Kandidaten

Auf dem vorletzten Platz findet sich Oliver Kellermann wieder. Die Arbeit im Stadtrat mache ihm viel Spaß und er würde sich gerne weiter engagieren – allerdings wünscht er auch den jüngeren Kandidaten und Frauen gute Chancen, in das Gremium einzuziehen, weshalb er ihnen die vorderen Plätze überlassen wollte.

So ging der zweite Listenplatz an Kornelia Funke, Marianne Porsche-Rohrer folgt auf Platz drei. Während über die ersten drei Plätze in Einzelabstimmungen entschieden wurde, stellten sich die übrigen Kandidaten in Blöcken vor, anschließend wurde über ihre Reihenfolge in der Liste abgestimmt.

Stadtrats-Kandidaten der Schongauer CSU: Los musste bei Florian Stögbauer und Thomas Schleich entscheiden

Bei gleicher Stimmenanzahl sollte das Los entscheiden, war bereits im Vorfeld festgelegt worden. Nur einmal war dieses Prozedere nötig: Thomas Schleich und Florian Stögbauer erhielten beide je 35 Stimmen – Schleichs Name wurde gezogen, damit landete er auf Platz fünf, Stögbauer folgt auf Platz sechs. Beide gehören zur „jungen Truppe“, wie Wahlausschussvorstand Michael Eberle sie ankündigte. In diesem Block befand sich auch Michael Boos (Platz vier), der vielen Schongauern als Vorsitzender des Theatervereins Treibhaus bekannt sein dürfte.

Während die Stimmen eines Blocks ausgezählt wurden, stellten sich bereits die nächsten Kandidaten vor. Viele erklärten, dass ihnen die Altstadt am Herzen liege und sie sich im Bereich Tourismus einbringen wollen. Auch für Vereine, Wohnraum für junge Familien und Kultur wollen sich viele von ihnen einsetzen.

Wie der Bürgermeisterkandidat sind auch viele der Kandidaten parteilos – circa die Hälfte von ihnen gehören nicht der CSU an. Die CSU-Vorstandschaft hofft dadurch auch auf viele neue Wähler.

CSU-Bürgermeisterkandidat Hans Rehbehn wirbt für sich

„Was uns verbindet, ist das Interesse an der Stadt Schongau“, erklärte Bürgermeisterkandidat Hans Rehbehn. Alle Kandidaten möchten in ihrer Stadt etwas Positives bewirken. „Ich bin ein ruhiger, besonnener, verlässlicher Mensch mit klaren Vorschlägen“, so Rehbehn. Besonders wichtig seien ihm mehr Bürgernähe und Transparenz. „Ich werde mich mit aller Kraft für Schongau einsetzen. Messen Sie mich bitte daran“, sagte der Bürgermeisterkandidat.

„Mit der Liste können wir gut in den Wahlkampf ziehen und gute Ergebnisse holen“, war sich Michael Eberle abschließend sicher. Auf die Kandidaten komme in den nächsten Monaten bis zur Wahl allerdings noch viel Arbeit zu.

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Die CSU-Kandidaten für den Schongauer Stadtrat:

1. Hans Rehbehn, 59, Dipl.-Verwaltungswirt 2. Kornelia Funke, 64, Medizinisch-kaufmännische Fachangestellte 3. Marianne Porsche-Rohrer, 69, Apothekerin, Heilpraktikerin, Autorin 4. Michael Boos, 28, Betriebswirt 5. Thomas Schleich, 34, Konstrukteur 6. Florian Stögbauer,27, Prozessingenieur und Produktplaner 7. Florian Jocher, 34, Dipl.Ing. agrar Biolandwirt 8. Peter Bommersbach, 39, Schreiner 9. Karin Ostler, 54, Dipl. Sozialpädagogin 10. Wolfgang Markus, 72, Rentner 11. Manfred Stöhr, 43, Projektmanager 12. Leopold Bernhard Ressle, 28, Weinhändler 13. Ralf Kreutzer, 42, Verkehrsplaner 14. Alexander Gleich, 23, Student Maschinenbau 15. Christoph Werner, 30, Referent der Geschäftsführung 16. Barbara Leder, 33, Verkäuferin 17. Robert Stöhr, 40, Lehrer 18. Michael Reith, 49, Vertriebsingenieur 19. Dr. Jiri Faltis, 45, Arzt 20. Sven Schmid, 42, Berufskraftfahrer und Brandschutztechniker 21. Anna Eberle, 26, Studentin Lehramt 22. Rainer Knäbel, 48, Elektromeister 23. Dr. Oliver Kellermann, 55, Zahnarzt 24. Michael Eberle, 52, Richter

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