CSU rüstet sich für Kommunalwahl 2020

Seehausens Rathauschef Hörmann tritt wieder an

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Der Vorstand der Seehauser CSU: (v. l.) Markus Hörmann, Sebastian Bosch, Christian Kitzinger, Prof. Wolfgang Oertl, Daniel Schreyer, Ulrich Willburger, Alexander Ott und Florian Lempert mit Alexandra Bertl.

Zwei wichtige Personalentscheidungen hat die CSU Seehausen gefällt: Der amtierende Bürgermeister Markus Hörmann wurde zum Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl 2020 ernannt. Und Christian Kitzinger ist der neue Ortsvorsitzende.

Seehausen – Der Seehauser CSU-Bürgermeister Markus Hörmann will es noch einmal wissen: Er erklärte sich auf der Hauptversammlung des Ortsverbandes seiner Partei bereit, sich wieder als Spitzendandidat für die Kommunalwahl im März 2020 aufstellen zu lassen – eine Entscheidung, die nicht überraschend ist. Er wurde einstimmig gewählt. Einen weiteren Bewerber gab es nicht.

Laut Daniel Schreyer hat der CSU-Ortsverband den anderen politischen Gruppierungen im Ort angeboten, einen gemeinsamen Kandidaten zu bestimmen. Eine Reaktion habe er aber bisher nicht erhalten. Deshalb konnte nicht über eine Zusammenarbeit abgestimmt werden. Sollte das Angebot angenommen werden, werde in der Herbstversammlung, in der die Ernennung der Aspiranten für den Gemeinderat ansteht, darüber entschieden.

Hörmann, der seit elf Jahren Rathaus-Chef in dem Staffelsee-Dorf ist, will seine bisherige Politik fortsetzen. Als eines seiner Ziele nannte er „eine Null bei den Schulden“. Er möchte die Erwartungen der Bürger erfüllen „und noch das eine oder andere oben drauflegen“.

Alle Kandidaten im Überblick

In der Versammlung, zu der 15 Mitglieder und fünf Gäste ins Gasthaus Sonne gekommen waren, wurde eine weitere wichtige Weichenstellung vorgenommen: Der CSU-Ortsverband hat einen neuen Vorsitzenden. Nachdem Daniel Schreyer nach 20 Jahren in dieser Funktion nicht mehr für den Posten angetreten war, wurde Christian Kitzinger einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt. Der 45-jährige Selbstständige, der als Schatzmeister im Vorstand tätig war, sagte in seiner Kurzvorstellung, dass er „politisch bisher ein sehr kleines Licht“ gewesen sei. Der ebenfalls vorgeschlagene Alexander Ott hatte aus privat und beruflich bedingtem Zeitmangel eine Kandidatur abgelehnt. Er trat aber wieder für den Posten eines Stellvertreters an und wurde ebenso einstimmig gewählt wie Hörmann und Schreyer. Neuer Schatzmeister ist Sebastian Bosch, Schriftführer bleibt Florian Lempert. Beisitzer sind Melanie Bosch, Prof. Wolfgang Oertl, Verena Ott und Ulrich Willburger. Kassenprüfer sind Klaus Sand und Siegfried Zwerger.

Schreyer blickte in seinem Arbeitsbericht auf die 20 Jahre seiner Amtszeit als Vorsitzender zurück. In dieser Zeit habe der Ortsverband 27 Politiker nach Seehausen eingeladen, 18 Wahlkämpfe bestritten, 200 Stammtische veranstaltet, 20 neue Mitglieder aufgenommen und das Durchschnittsalter von 63 auf 51 Jahre gesenkt. Derzeit zähle der Ortsverband 46 Mitglieder.

Zum Abschluss rief die Bezirkstagsabgeordnete Alexandra Bertl zur Teilnahme an der Europawahl auf. Ziel der CSU sei es, „in Europa nicht zu reagieren, sondern zu agieren“. Es gehe bei dieser Wahl „nicht mehr um den Krümmungsradius der Gurke, es geht um die Wurst“, zitierte sie Bernd Posselt.

Der Ortsverband wurde laut Altbürgermeister Sylvester Eichberger 1975 als „Geburtstagsgeschenk für Franz Josef Strauß“ gegründet. Man habe dies dem CSU-Übervater, der in Bad Wiessee feierte, „per Schmucktelegramm übermittelt“. Ziel des Ortsverbands, der anfangs 40 Mitglieder hatte, sei es gewesen, sich mit Blick auf die Gemeindegebietsreform (1978) für die Selbstständigkeit von Seehausen einzusetzen.

Alfred Schubert

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