Die Liste der Wählergruppe Holzhausen steht. 18 Kandidaten sind nominiert. Ernst Ramerth ist nach 25 Jahren nicht mehr dabei.
Holzhausen – Stefan Holzheu und Anton Hinterholzer führen die Liste der Wählergruppe Holzhausen an, die am Mittwochabend von 47 Holzhausern in geheimer Wahl im Floriansstüberl aufgestellt wurde. Die beiden amtierenden Gemeinderäte Ernst Ramerth und Anton Huber kandidierten nicht mehr. Ramerth, mit Abstand dienstältester Gemeinderat, möchte mit 63 Jahren und nach 25 Jahren im Gemeinderat den Stab an Jüngere weiterreichen, wie er sagte. Die Liste bietet beste Voraussetzungen dafür: Stefan Holzeu ist 38 Jahre alt, Anton Hinterholzer 44, der Drittplazierte Konrad Steigenberger 36 und der Listenvierte Anton Kögl 25.
Holzheu wie Hinterholzer wollen sich im Fall ihrer Wahl dafür einsetzen, dass junge Familien trotz enorm hoher Grundstückspreise am Ort bleiben können. Sie fordern Bauland für Einheimische zu fairen Preisen. Eine zweigeteilte Meinung hat Hinterholzer zum Thema Mobilfunk. Er wolle einen Sendemast-Standort in Holzhausen und Umgebung nicht „rundweg ablehnen“, erklärte er. In Gesprächen mit jungen Mitbürgern habe er erfahren, dass der schlechte Handy-Empfang viele störe. Den von der Telekom geplanten Standort am Ortsende von Holzhausen lehne er jedoch aus optischen Gründen ab. Wie Ernst Ramerth ganz aktuell berichtete, hat das Landratsamt den Bauantrag dafür inzwischen für ein Jahr zurückgestellt, sodass die Gemeinde Zeit hat, alternative Standorte zu suchen. Ramerth appellierte an die Anwesenden, zuhause auf das Festnetz zurückzugreifen und das Mobiltelefon so wenig wie möglich zu benutzen. „Der Druck macht uns sonst krank“, meinte der Maschinenbauingenieur im Ruhestand.
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Das vom Kuratorium „Wohnen im Alter“ geplante Seniorenwohnstift in Ambach war kein Thema auf der Versammlung. Vielmehr waren den Kandidaten eine weiterhin gute Trinkwasserversorgung und eine gute Breitbandversorgung Holzhausens und seiner Orte wichtig. Für beides hatte sich Ramerth als Gemeinderat immer intensiv eingesetzt. Wegen seines umfangreichen Wissens, seiner ruhigen und sachlichen Art wird er im neuen Gremium fehlen.
Obwohl es einige interessierte Frauen unter den Kandidaten gab, wurden diese nicht nach vorne gewählt. Große Motivation, seinen Ort künftig im Gemeinderat zu vertreten, zeigte Anton Kögl aus Schechen bei St. Heinrich in seiner Vorstellungsrede. Das wurde honoriert. Mit der Politik von Bürgermeister Michael Grasl (Freie Wähler), der lange Zeit in Holzhausen gewohnt hatte, scheint die Wählergruppe zufrieden zu sein. Nur zwei der Anwesenden stimmten in ebenfalls geheimer Wahl dafür, einen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen, ohne dass es einen konkreten Bewerber gegeben hätte.
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Die Kandidaten der Wählergruppe Holzhausen
1. Stefan Holzheu, 38, Bankkaufmann, Ambach
2. Anton Hinterholzer, 44, Account-Manager, Attenkam
3. Konrad Steigenberger, 36, Elektrotechniker, Holzhausen
4. Anton Kögl, 25, Betonbohrer, Schechen 5. Martin Ertl, 45, Diplomingenieur, Holzhausen
6. Rudolf Werner, 58, Schmiedemeister, Holzhausen
7. Jürgen Haberl, 52, Physiotherapeut, Holzhausen
8. Eva Schmid, 26, Verkäuferin, Holzhausen
9. Peter Geiger, 51, Maschinenbautechniker, Attenkam
10. Judith Huber, 37, Diplomingenieurin, Holzhausen
11. Johann Geiger, 58, Landwirt, Holzhausen
12. Gabriele Hirn, 53, Sozialpädagogin, Ambach
13. Martin Bolzmacher, 45, Bauhofmitarbeiter, Attenkam
14. Jörg Greiner, 36, Polizist, Holzhausen
15. Sophie Werner, 25, Köchin, Holzhausen
16. Johann Bolzmacher, 34, Maschinenbau-Ing., Reichenkam
17. Hubert Bolzmacher, 40, Landwirt, Reichenkam
18. Jan Bellmann, 31, Investor Relations Manager, Holzhausen
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Tanja Lühr