VonGerti Reichlschließen
Fast alle Parteien und Gruppierung am Tegernsee haben ihre Kandidaten für die Kommunalwahl schon in Stellung gebracht. Der Wiesseer Block macht’s noch spannend – und sucht weiter Bewerber.
Bad Wiessee – Dass die Freie Wählergemeinschaft Wiesseer Block, so die offizielle Bezeichnung, keinen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schickt, hatte Sprecherin Birgit Trinkl bereits im Oktober angekündigt (wir berichteten). Ein Novum, zumal der Block seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs den Rathauschef in Bad Wiessee stellt. Ende April wird Peter Höß den Chefsessel im Rathaus für einen Nachfolger räumen, der nicht mehr dem Wiesseer Block angehört. Bisher haben sich schon Florian Sareiter (CSU) und Robert Kühn (SPD) in Position gebracht.
Am 15. Januar ist Stichtag. Bis dahin müssen alle Kandidaten nominiert sein. „Ich weiß, wir sind spät dran“, sagt Birgit Trinkl. „Aber wir sind im Zeitplan.“ Außer Trinkl, die sich seit zwölf Jahren als Gemeinderätin engagiert, hören alle anderen Block-Räte auf – Jupp Brenner, Rainer Kathan, Fritz Niedermaier, Markus Trinkl. „Ich hatte auch kurz überlegt, ob ich nochmal antrete“, sagt die 51-Jährige. „doch dann hab’ ich mir gesagt, das geht gar nicht.“
Kommunalwahl 2020: Der harte Kern beim Block steht
Trinkl arbeitet intensiv am Neuanfang, „Wir schauen nach vorne und nicht zurück. Ein ’weiter so’ gibt es nicht.“ Laut Trinkl habe sich inzwischen eine kleine, aber feine Runde gebildet, die sich zwei- bis dreimal wöchentlich trifft, „um intensiv zu arbeiten und alles aufzuholen, was andere Gruppierungen vielleicht schon erledigt haben.“ Aus zehn Personen besteht dieser harte Kern bisher. Trinkl steht als erfahrene Rätin und Bindeglied zum Ratstisch an der Spitze. Tatkräftig unterstützt wird sie von Robert Wagner. Der 42-jährige Projektmanager kam schon immer regelmäßig zu den Stammtischen des Wiesseer Blocks, ist gebürtiger Tegernseer und „bereit für die Herausforderungen in Bad Wiessee.“ Birgit Trinkl, sagt er, sei die Käpitänin, die die neue Mannschaft steuert.
Aus welchen Mitgliedern sie besteht, ist noch nicht endgültig fix. Auch seien noch nicht alle 20 Kandidaten für die Liste gefunden. Dabei sind bisher etwa Hans Zehetmeier, Markus Pelzer, Thomas von Miller, Willi Dörder, Henning Meyer, Carolin von Miller und Florian Stiglmeier.
„Wer Lust hat, sich bei uns zu engagieren, ist willkommen“, sagt Trinkl. Sie hofft, dass sich noch Interessierte bis zur Nominierung Anfang Januar melden. Begonnene Projekte müssten zwar fortgeführt werden, doch die Segel sind klar gesetzt – in Richtung Neuanfang.
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