Anton Huber unterliegt

Bernhard Schäfer macht das Rennen: Das sagt der neue Bürgermeister von Valley

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Gratulation an den Nachfolger: Noch-Bürgermeister Andreas Hallmannsecker (r.) übergibt den Chefsessel im Rathaus in einem Monat an Bernhard Schäfer.

Das Rennen machte am Ende Bernhard Schäfer (FWG): 52,87 Prozent der gültigen Stimmen entfielen bei der Bürgermeisterwahl in Valley auf den 55-Jährigen. Das sagt er zum Sieg.

Valley – Das Rennen machte am Ende Bernhard Schäfer (FWG): 52,87 Prozent der gültigen Stimmen entfielen auf den 55-Jährigen. Sein Kontrahent von der CSU, Anton Huber (59), konnte 47,13 Prozent der gültigen Stimmen auf sich vereinen. Damit steht fest: Das Rathaus in Valley bleibt in der Hand der Freien Wählergemeinschaft. Der scheidende Bürgermeister Andreas Hallmannsecker, ebenfalls FWG, hatte für das Amt des Landrats kandidiert und landete bei der Wahl vor zwei Wochen auf dem dritten Platz.

Schäfer blieb nach der Verkündung des Ergebnisses bescheiden. Er werde heute Abend wohl ein Glas mit seiner Familie trinken, sagte er zurückhaltend. Eine große Feier steht im Hause Schäfer aber nicht an. Vielleicht liegt das auch an den nächsten Wochen, die für ihn sehr stressig würden, wie Schäfer berichtet. Und damit meint er nicht nur die Übernahme der Amtsgeschäfte im Valleyer Rathaus. „Ich habe noch einige Aufträge, die ich fertigstellen muss“, erzählt der selbstständige Schreinermeister.

Noch-Bürgermeister Hallmannsecker bot seinem Nachfolger an, ihn einzuarbeiten. Zwar kenne Schäfer viele Abläufe aus dem Gemeinderat. „Bürgermeister zu sein, ist aber eine ganz andere Baustelle“, sagt Hallmannsecker. Eine große Aufgabe wird der Umgang mit Corona sein – darin sind sich der alte und der neue Bürgermeister einig. „Mit Sicherheit wird es schwierig, die ganze Situation ist anstrengend“, gibt Schäfer zu.

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Für den unterlegenen Kandidaten Huber sind in der kommenden Zeit zwei Dinge wichtig: Der neue Bürgermeister brauche eine glückliche Hand, und man müsse gut zusammenarbeiten. „Aber beides werden wir sicher hinkriegen“, zeigt er sich überzeugt. Dem pflichten auch der Wahlgewinner und sein Amtsvorgänger entschieden bei.

Die Wahlbeteiligung in Valley war mit 77,18 Prozent höher als bei vorigen Wahlen, berichtet Wahlleiterin Sabine Weber. Ob es daran lag, dass die Bürger ihre Stimme nur per Briefwahl abgeben konnten weiß sie aber nicht. „Uns kann’s recht sein“, sagt sie zufrieden. Denn zur Auszählung der Briefwahlstimmen brauche es zwar nicht weniger Wahlhelfer, diese müssten aber nicht den ganzen Tag zur Verfügung stehen.

Ein Kraftakt sei es aber gewesen, die große Zahl an Briefwahlunterlagen rechtzeitig von den Verlagen zu bekommen. Es habe dazu einiger Hartnäckigkeit bedurft, gibt sie schmunzelnd zu. Schon am Freitag nach der Hauptwahl konnten die Unterlagen versandt werden. Am Montag danach, so erklärt Weber, lagen schon 150 Wahlzettel im Briefkasten.

Von Andreas Wolkenstein

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