Altstadt-Radlring

„Typisch grüne Geldverschwendung“ - 290.000 Euro für 500 Meter Radweg: CSU kritisiert Kosten für Farbe

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Der Altstadt-Radlring soll grün eingefärbt werden.
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Die grüne Einfärbung beim ersten Abschnitt des Radltings in München kostet 290 000 Euro. Die CSU spricht von egozentrischer Symbolpolitik. Die Grünen verteidigen die Maßnahme.

München - Für die neuen grünen und 510 Meter langen Radwege zwischen Maxburgstraße und Brienner Straße hat die Stadt 290 000 Euro ausgegeben. Das geht aus einer Antwort des Baureferates auf eine Anfrage der Fraktion von CSU und Freien Wählern hervor. Insgesamt sollen circa fünf Kilometer Strecke eingefärbt werden. Wie hoch für die Kosten für die Einfärbung dann ausfallen, lasse sich laut Referat noch nicht beziffern.

Neue Farbe für Altstadt-Radlring: CSU-Stadtrat Hans Theiss spricht von egozentrischer Symbolpolitik

CSU-Stadtrat Hans Theiss hatte bereits in der Anfrage über ein Gesamtvolumen von zwei bis drei Millionen Euro spekuliert, das einzig und allein für die Verewigung der Grünen in der Stadt ausgegeben würden. Auf Anfrage unserer Redaktion sprach Theiss von einer typisch grünen Geldverschwendung für egozentrische Symbolprojekte. „Hochgerechnet auf den ganzen Altstadtradlring landet man im Millionenbereich. Das ist ideologischer Irrsinn pur. Das Geld wäre bei jedem Jugendprojekt besser angelegt.“

Der Stadtrat hatte mehrheitlich beschlossen, im Rahmen des Baus des Altstadt-Radlrings Radwege grün einzufärben, um sie sichtbarer zu machen. Grünen-Chefin Mona Fuchs verteidigt die Maßnahme. „Flächig eingefärbte Radwege sorgen zum einen dafür, dass weniger Radelnde auf Gehwegen fahren, zum anderen, dass weniger Autos auf Radwegen fahren oder gar parken.“

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Grüne verteidigen Maßnahme für Altstadt-Radlring: Farbe soll zur besseren Orientierung beitragen

Den Altstadt-Raldring grün einzufärben, trage zur besseren Orientierung bei, also auch dazu, dass die sichere, neue Radinfrastruktur auch unmittelbar als solche erkannt werde. „Die Farbe Rot sollte weiter für Gefahrenstellen vorbehalten bleiben, hier ist die Studienlage eindeutig.“

Außerdem sei es kostengünstiger, direkt gefärbten Asphalt zu verwenden, anstatt nachträglich mit Farbe zu beschichten. Laut Baureferat hätte eine nachträgliche Beschichtung der Radwege um rund 25 Prozent höhere Mehrkosten verursacht.

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