VonManuel Eserschließen
Das Jubiläumsfest für den Kranzberger See dürfte in die Gemeindechronik eingehen: Zahlreiche Menschen freuten sich über das bunte Programm der Vereine. Einer sorgt für Jubelstürme.
Kranzberg – „Wow – was hier alles geboten ist!“ Diese Worte stammten nicht etwa von einem Kind, sondern von einem Erwachsenen, der von dem bunten Treiben am Kranzberger See extrem beeindruckt war. Kinder selbst hatten gar keine Zeit, darüber zu staunen, was die Organisatoren des Jubiläumsfestes Tolles auf die Beine gestellt hatten. Sie hätten sonst bei all dem Trubel etwas verpasst.
Es war die Idee von Cheforganisator Anton Hierhager, am Festsamstag mit einer sogenannten „Kranzberg Meile“ aufzuwarten, auf der sich die Vereine aus dem gesamten Gemeindegebiet in weißen und blauen Pavillons präsentieren konnte.
Ein großer Coup, denn so wurde aus dem Fest zum 50-jährigen Bestehen des Naherholungsgebiets Kranzberger See, das am Freitag Auftakt hatte, tatsächlich ein integratives Fest: von Kranzbergern für Kranzberger – und andere.
Buntes Programm rund um den Kranzberger See
Es war aber vor allem auch beeindruckend, was sich die teilnehmenden Vereine alles hatten einfallen lassen, um die Besucher am Samstagnachmittag zu unterhalten. Die Musikschule Ampertal hatte einen tollen Klangparcours aufgestellt, die Feuerwehren Kranzberg und Gremertshausen ließen die Kinder an die Schläuche, Eltern durften derweil Brände löschen.
Die Laienspielgruppe hatte eine bezaubernde Kegelhütte direkt am Strand aufgestellt. Beim Kinderhaus Kleeblattl wurden die Kinder geschminkt und zum Dosenwerfen und Sackhüpfen animiert. Die Gemeindebücherei Kranzberg lud zur Vorlesestunde mit dem Prinz Grünigitt ins orientalisch anmutende Märchenzelt, und die Hubertusschützen verteilten Blasrohre, mit denen Luftballons abgeknallt wurden.
Baggern und baden: Jubiläum bietet viel
Und das war längst nicht alles. Der See lud bei sommerlichen Temperaturen zum Baden ein, der neu errichtete Spielplatz zog kleine und große Kinder an, und auf dem Beachvolley-Ball-Platz kämpften zehn Teams, Frauen und Männer, um den neu ausgerufenen Hermann-Hammerl-Preis, wobei sich der Zweitplatzierte immerhin noch über den Anton-Hierhager-Preis, der Drittplatzierte über den Klaus-Thermer-Preis freuen durfte. Drei Geldpreise, die aber nicht die große Rolle spielten, denn im Vordergrund stand der Spaß, und der war unbezahlbar.
Thermer, Caterer aus Kranzberg, übernahm auch den Betrieb im Festzelt. Unter anderem lud die Gemeinde die Senioren zu einem Braten ein. Insgesamt wurden rund 250 Mittagessen ausgegeben. Foodtrucks mit Bratwürsten und Pommes sowie die Concetta mit Pizzen ergänzten das kulinarische Angebot.
Organisator lässt das Festzelt beben
Dafür, dass trotz des Riesenangebots rund um den See auch das Zelt immer gut gefüllt war, sorgten die Virtuosen auf der Bühne. Egal ob die Ensembles der Musikschule Ampertal, die Zauberharfengruppe oder der Sängerhort, egal ob beschwingt oder eher getragen – die Auftritte sorgten für gute Laune im Zelt.
Keiner durfte ohne Zugabe gehen. Zum Toben brachte indes Organisator Hierhager das Zelt: Auf die Frage, ob man so ein Fest jedes Jahr machen solle, brandeten Beifallsstürme auf.
Das bewegt sich im Landkreis Freising außerdem: Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher strebt zweite Amtszeit an. Seine FSM-Kollegin Birgit Mooser-Niefanger schielt hingegen auf einen anderen Posten.





