- VonAnna Liebeltschließen
Die Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg zieht Bilanz für das Geschäftsjahr 2022: Trotz der vergleichsweise positiven Geschäftsentwicklung hatte Vorstandsvorsitzender Andreas Frühschütz zum Thema Sicherheit einiges anzumerken.
Landkreis – Rückblickend beschreibt die Kreissparkasse das vergangene Jahr in ihrer Presseerklärung als stark von Krisen geprägt. Sowohl die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, der anhaltende Fachkräftemangel als auch die stark wachsende Cyberkriminalität und der Ukraine-Krieg haben die Bank vor große Herausforderung gestellt. So musste die Sparkasse beispielsweise bei den Wertpapierbestände ihrer Kunden einen Dämpfer hinnehmen. Im Vergleich zum Vorjahr musste die Bank hier rund acht Prozent einbüßen. Laut Pressebericht ist das vor allem auf Verkäufe und Kursrückgänge von Aktien und Anleihen zurückzuführen.
Zinswende macht sich bei Geldanlage bemerkbar
Und dennoch: Insgesamt ist das Kundengeschäftsvolumen – also Einlagen, Kredite und Wertpapiere zusammen – um 3,4 Prozent auf 21,7 Milliarden Euro gestiegen. Dabei hat sich sowohl das Kreditgeschäft (Wachstum um fünf Prozent) als auch der Bestand der Kundeneinlagen (Wachstum um zwei Prozent) positiv entwickelt. Als Grund nennt Frühschütz die lang erwartete Zinswende, mit der Kunden nun wieder die Möglichkeit bekommen, ihre Geldanlagen positiv zu verzinsen.
Bei Personal- und Sachkosten profitierte die Kreissparkasse laut eigenen Angaben von der steigenden Digitalisierung. Zusätzlich seien die Personalkosten aufgrund von unbesetzten Stellen geringer ausgefallen. „Der Fachkräftemangel betrifft auch uns. Im Jahr 2023 hat das Thema Personalgewinnung daher einen hohen Stellenwert“, betonte Frühschütz.
Phishing-Fälle und Automatensprenger
Ein wichtiges Thema sei auch die Sicherheit. Im letzten Jahr gab es laut Pressebericht knapp 125 Phishing-Fälle, bei denen Kunden Geld an Betrüger überwiesen haben. Die Kreissparkasse reagierte nun und stellte ein Präventionskonzept mit aktiver Information sowie Sensibilisierung der Kunden vor. Das vergangene Jahr war zudem überschattet von zahlreichen Sprengstoff-Attacken auf Geldautomaten. In Taufkirchen und Unterhaching etwa ist die Bank Opfer solcher Anschläge geworden. Mit Nachtschließungen und neu installierten Schutzmechanismen, wie Videoüberwachung oder Färbesystemen von Geldscheinen, hat die Kreissparkasse nun Maßnahmen zum Schutz der Standorte entwickelt.