“Bauen wir doch gleich einen Weidezaun“

Fallschutz für Kuhstatue: Bürgermeisterin belustigt mit kuh-riosem Vorschlag

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So soll der neue Marktplatz Miesbach aussehen: Im Hintergrund sind die lebensgroßen Statuen von Kuh und Kalb zu sehen.
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Mit einer kuh-riosen Fragezu den Statuen von Kuh und Kälbchen auf dem Miesbacher Marktplatz auf sorgte Bürgermeisterin Ingrid Pongratz für reichlich Belustigung. Sie meinte es ernst.

Miesbach - „Was machen wir, wenn ein Kind darauf herumklettert und sich wehtut?“, fragte Pongratz. „Sollten wir da im Rahmen unserer Verkehrssicherungspflicht nicht auch einen Fallschutz anbringen?“ Dekra-Experte Markus Kainz verneinte dies. Die Statuen seien per Definition Skulpturen, dabei sollte man es auch belassen. Beim benachbarten Brunnen gebe es schließlich auch keine speziellen Sicherheitsvorkehrungen. Die Bürgermeisterin überzeugte das noch nicht. „Man weiß nie, wie manche Eltern heutzutage reagieren“, sagte sie. 

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Auch Zweiter Bürgermeister Paul Fertl, zugleich Mitglied in der Arbeitsgruppe Marktplatz, hielt es für sinnvoll, einen Fallschutz anzubringen. „Das kostet nicht die Welt und wir sind auf der sicheren Seite.“ Die übrigen Ausschussmitglieder schlossen sich dagegen dem Experten an. „Wir sollten gar nicht erst den Eindruck erwecken, es könnte sich um ein Spielgerät handeln“, meinte Franz Mayer (CSU). Und Markus Baumgartner (CSU) warnte: „Sonst haben wir gleich die Juristen da.“ Florian Ruml (FWG) empfahl, ein Schild aufzustellen mit dem Hinweis, dass es sich nicht um ein Spielgerät handle. 

Das würde nicht viel bringen, entgegnete Kainz. „Das ist auch kein Haftungsausschluss.“ Letztlich entschied sich der Bauausschuss einstimmig dafür, auf einen Fallschutz zu verzichten. Mayer machte einen noch launigen Alternativvorschlag: „Warum stellen wir nicht einfach einen Weidezaun auf?“

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