Jetzt ist es offiziell: Martin Obermeier (61) aus Wenigmünchen sagt ganz deutlich, dass er Bürgermeister von Egenhofen werden möchte.
Egenhofen – Er habe in der jüngsten Arbeitsbesprechung der von ihm heuer gegründeten Neuen Liste Egenhofen (NLE) sein Interesse an einer Bürgermeisterkandidatur erklärt. „Dies wurde geschlossen positiv aufgenommen.“
Obermeier sitzt seit 18 Jahren im Gemeinderat. Der gelernte Fernmeldehandwerker engagiert sich als Kulturreferent unter anderem im Förderverein Furthmühle und bei der Nachbarschaftshilfe. Der verheiratete Vater dreier erwachsener Kinder fungierte im Ortsteil viele Jahre als Feuerwehrkommandant, er ist Vorsitzender des dortigen Wasserversorgungs-Zweckverbands.
Ende 2018 verließ Obermeier die Bürgergemeinschaft Gesamtgemeinde Egenhofen (BGE). Inzwischen gilt als sicher, dass diese Gruppierung Rathaus-Amtsleiter Robert Köll als Nachfolger für ihren jetzigen Bürgermeister Josef Nefele (70) vorsieht. Nefele tritt nicht mehr an. Der Gemeinderat hatte Anfang des Jahres beschlossen, künftig einen hauptamtlichen Rathauschef zu installieren – Nefele hat die dafür geltende Altersgrenze überschritten, hätte sich aber ohnehin zurückgezogen.
Viele Aufgaben warten auf die Gemeinde Egenhofen
Am Freitag kam nun von Obermeier das klare Ja zu seiner Kandidatur. Seine Begründung: „In den kommenden Jahren warten viele Aufgaben auf die Gemeinde. Die Kommunikation zwischen Rathaus, Bürgern, Vereinen und Gruppen bedarf hier besonderer Aufmerksamkeit.“ Ebenfalls bedeutsam seien soziale Themen, so Obermeier weiter, weil der Anteil der Bürger über 65 Jahre immer mehr zunehme.
Auch um den Komplex Wohnen will er sich kümmern: „In einer Zeit, in der die Bauland- und Baupreise explodieren, brauchen wir auch kleinere Wohnungen zum Mieten. Für junge Erwachsene, für Singles und für alleinstehende Senioren; denen ihr Haus über den Kopf wächst.“
Wichtig seien ihm zudem Verkehr, Sicherheit auf den Straßen, Gehwege, ein vollständiges Radwegenetz, Treffpunkte in öffentlichen Räumen, Spielplätze und vor allem Klimaschutz. „Für unsere Gemeinde bedeutet dies, dass wir neue Ansätze beim Energiesparen, beim Artenschutz auf gemeindlichen Flächen, aber auch beim Thema Flächenfraß finden müssen“, sagt er. Es bedürfe erheblicher Sanierungsanstrengungen für die „zum Teil 50 bis 60 Jahre alte Infrastruktur“. Das wolle er mit der NLE nach der Kommunwalwahl 2020 angehen – „und auch schaffen“. (kra)