VonCarl-Christian Eickschließen
In sechs Wochen, am 20. September, beginnt die Kunstmeile 7 an der Loisach.
Wolfratshausen – „Ich bin selber schon sehr gespannt“, verriet Hans-Werner Kuhlmann, Vorsitzender des federführenden Vereins Lebendige Altstadt Wolfratshausen (LAW), am Dienstag in einem Pressegespräch im Wirtshaus Flößerei. 140 Kreative hatten ihr Interesse an der Kunstmeile in der Flößerstadt bekundet – 110 von ihnen hat eine Jury laut Kuhlmann inzwischen als Teilnehmer ausgewählt. Darunter bekannte Gesichter, aber auch „junge, aufstrebende Künstler“, so der LAW-Vorsitzende. „Etwa 50, 60 Prozent sind das erste Mal dabei.“
Zu sehen sein werden die Werke der Teilnehmer in 90 Ausstellungsräumen im Innenstadtgebiet. In den Schaufenstern von Geschäften, in Cafés und in Geldinstituten. „Die ganze Kunstmeile ist ein Highlight“, betont Kuhlmann – und dennoch gibt es einige Hot-Spots. Dazu zählt heuer erstmals der japanische Garten am Johannisplatz. Der Garten, ein Geschenk von Wolfratshausens Partnerstadt Iruma, wird vom Lichtkünstler Gregory Prade mit rund 90 großen Lampions aufwendig illuminiert. Die Jugendgruppe, die derzeit in der Stadt weilt, hat eine spezielle Lampe, die ein Gesicht trägt, mitgebracht. In ihr verborgen ist der Schutzgeist „Obake“, erklärt Carmen Gröbmair-Jonas, Vorstandsmitglied des Partnerschaftsvereins Iruma-Wolfratshausen.
Ebenfalls beleuchtet wird erneut der Sebastianisteg über der Loisach. Dafür verantwortlich zeichnet der Kulturreferent des Stadtrats, Alfred Fraas. Unter Anleitung von Marianne Wirth-Grabow haben Kinder der Hammerschmiedschule, der Schulen in Weidach und Waldram sowie Mädchen und Buben der Klecks-Schule der Phantasie in den vergangenen Wochen kleine Kunstwerke angefertigt, die den hölzernen Steg zwischen Loisachhalle und Rathaus zusätzlich schmücken werden.
Die Vernissage am Freitag, 20. September, findet um 16 Uhr in der Loisachhalle statt. Musikalisch umrahmt wird sie von den „Wellküren“, das sind Moni, Bärbel und Burgi Well, in Summe „die weibliche Synthese aus Volksmusik und Kabarett“, wie sich das Trio selbst skizziert.
An die Vernissage schließt sich unmittelbar die „Late-Night“ an, zu der der Werbekreis Wolfratshausen und das Kunstmeilen-Organisationsteam (Kuhlmann, Wirth-Grabow, Gröbmair-Jonas und Astrid Göpfert) einladen. Die teilnehmenden Geschäfte haben bis 22 Uhr geöffnet, am Schwankl-Eck sowie auf dem Marienplatz in der Altstadt werden die Besucher mit Live-Musik unterhalten.
Ebenfalls auf dem Marienplatz zeigt Astrid Göpfert ihre außergewöhnlichen Fertigkeiten: Sie zeichnet Porträts – und zwar mit der linken und rechten Hand gleichzeitig. Außerdem können die „Late-Night“-Besucher dem Lederkünstler Florian Fischer, Mitglied des Wolfratshauser Burgvereins, bei seiner Arbeit über die Schulter schauen – und versuchen, hinter die Tricks des Zauberers Rainer Lorz (bekannt als Hauptmann der Gebirgsschützenkompanie Wolfratshausen) zu kommen.
Kuhlmann ist sich sicher: Die Kunstmeile 7, die bis zum 6. Oktober läuft, „wird eine irre Sache“.
Infos im Internet:
www.kunstmeile-
wolfratshausen.de
cce
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