Labyrinth aus weißen Wänden

Archiv-Architekten bekommen Preise

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Die Gewinner des Realisierungswettbewerbs für das Stadtarchivs sowie des Ideenwettbewerbs für das Loisachufer hat Bürgermeister Helmut Forster (Mi.) am Donnerstag geehrt. Den Siegerscheck für den besten Archiventwurf nahm Martin Hirner (3. v. li.) für das Büro Hirner & Riehl (München) und LAB Landschaftsarchitektur Brenner (Landshut) entgegen. Zweite wurden die abp-architekten Burian+Pfeiffer (München) mit den Landschaftsarchitekten und Stadtplanern lohrer.hochrein (München), hier vertreten durch Thomas Pfeiffer (2. v. li.), Dritter Schmöller Architekten (München), vertreten durch Martin Schmöller (li.). Vierter wurde Oberpriller Architekten aus Hörmannsdorf mit dem Architekturbüro Ilg (München), vertreten durch Martin Ilg. Eines der vier Büros wird von der Stadt den Auftrag erhalten, seinen Entwurf zu realisieren. Den Wettbewerb für das Loisachufer gewann das Wolfratshauser Architekturbüro Adldinger um Ulrike Adldinger (2. v. re.) vor Dannheimer & Joos Architekten, vertreten durch Veronika Dannheimer.

Wolfratshausen – Am Donnerstag haben die Gewinner und Platzierten des Architektenwettbewerbs für das Stadtarchiv und das westliche Loisachufer ihre Preise bekommen.

Die Jury aus Architekten, Stadträten, Bürgermeister Helmut Forster sowie Kreisbaumeisterin Karin Volk hatte wie berichtet in einer zweitägigen Klausur die Sieger aus 18 Beiträgen ermittelt. Bei einem Empfang in seinem Büro übergab Forster je vier Preise in beiden Kategorien. Zugleich eröffnete er die Ausstellung der eingereichten Arbeiten.

Architekten, Mitarbeiter, Stadträte und einzelne Wolfratshauser nahmen die Pläne unter die Lupe. In einem Labyrinth aus weißen Pappwänden im Sitzungssaal hängen die Zeichnungen für ein neues Loisachufer und das Stadtarchiv. Darunter verdeutlicht je ein quadratisches Holzmodell die Ansicht – hilfreich für das ungeübte Auge: „Irgendwann sieht man das Neue vor lauter Linien nicht mehr“, gab Lisa Reutlinger zu.

Gegenüber einem Entwurf formierte sich eine eindeutige Meinung: „Mit Abstand das Beste“, befand Fritz Koch den Entwurf des Wolfratshauser Büros Adldinger. Immobilienmakler Ernst Gröbmair begutachtete das kleine Holzmodell von allen Seiten und befand: „Wir haben eine Marktstraße, aber keine Altstadt. Damit würde man so etwas schaffen, das könnte ich mir vorstellen“.

Nicht die Jury: Adldingers Archiv-Entwurf wurde nicht prämiert, für die Ufergestaltung gab es dagegen den ersten Preis. „Vielleicht zuviel gewollt“, sagt Adldinger. In jedem Fall realisieren wird die Stadt einen der vier prämierten Archiv-Entwürfe.

(Claudia Koestler)

Die Ausstellung ist bis 25. Oktober zu den Geschäftszeiten des Bürgerbüros geöffnet. Eine Führung gibt es am heutigen Samstag um 10 Uhr. In der Samstagsausgabe des Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur finden Sie außerdem eine Beschreibung der vier Siegerentwürfe des Archivs mit Fotos.  

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